Berlin & 24C3 – Letzter Teil

Und dann war auch schon der letzte Tag angekommen… Nun, alles Gute muss auch mal zu Ende gehen, und ja es war die schönste Zeit, die ich erlebt hatte in den letzten paar Jahren. Also hab ich mich dazu entschlossen, den Tag einigermaßen geruhsam ausklingen zu lassen. Zuerst einmal lief ich ziellos am Roten Rathaus vorbei…

… dann am Fernsehturm, he… da is ja was freischwebend…


… man sah bekannte Persönlichkeiten…

… kleine Raketen …

… ikonische Stellen …

… und ne Tram …

… und wo ist das alles zu finden? Genau…

Nun bin ich zuerst zum letzten Mal auf den 24C3 gegangen. Dort gab es einen interessanten Vortrag über den „Arctic Cold War“ über die Vorgehensweisen von Anreinerstaaten an die Antarktis und den beginnenden kalten Krieg um Rohstoffe, kürzere Schifffahrtswege und viel Eis, das bald nicht mehr vorhanden ist. Kann man nur weiterempfehlen den Vortrag, mit einem Hang zur sarkastischen Selbstironie. Seltsamerweise ging nun zum ersten Mal auch mein WLAN seit dem ersten Abend… Hat ja auch lang gedauert … 🙂 Naja…. was sollte man auch erwarten von einem Kongress, wo sich einige Teilnehmer damit brüsteten, Hausverbot beim Media Markt bekommen zu haben, als sie mit Hilfe von TVBeGone mal die ganze Fernsehabteilung lahm gelegt hatten. Nun ja… für mich wars das… also was blieb… Hm… da hinten steht eine lange Schlange… stellen wir uns mal dahin…
Nun ja… 2 Stunden später und zwei Sicherheitswarteblöcke („Die maximale Anzahl an Besuchern ist erreicht, bitte warten…“) später gings dann endlich nach oben… ja … ich war auf dem Fernsehturm. Erst mal das coole, mit Hilfe meines iPods habe ich mal die Zeit gestoppt, wann man oben angekommen ist… gerade als der Lift-Meister gesagt hat, 40 Sekunden, konnte ich dieses Ergebnis verifizieren. Hui. 6 m/s fährt das Teil nach oben. Gut, solange man nicht oben wieder rausfliegt 🙂 Und ja… es gab ein paar tolle Aussichten…





So… nun war es aber schon etwas dunkel, und da morgen früh schon gleich der Heimweg begonnen sollte… gab es an dem Abend nicht viel… oder doch… Erste Idee… Imax 3D. Nun gut, war ne gute Idee… wäre nur der Scheiß Ticketserver ausgefallen vom CineStar… Und nein, nicht nur für Berlin, sondern deutschlandweit… narf… Nun gut, also auf zum CS, und Karten direkt holen. Also auf zum Potsdamer Platz. Dort gingen wir dann schnell Richtung Potsdamer Platz, vorbei an ein paar Gläubigen, die uns irgendwelche Flyer in die Hand drücken wollten… Hm… ne Dame anscheind mit ihren 2 Töchtern verteilen Flyer und Bücher… und machen Werbung für kostenlose Stresstests… Moment… Stresstests… äh… was sind das denn für Bücher… Dianetics… argh… Flucht… Schnell weg hier… OK, vorbei an den Scientologen, und vorbei am Bahntower zum Sony-Center. So… organisieren wir mal Karten für drei Leute. Hm… Problem ist… es sind nur noch 2 Sitzplätze vorhanden im Imax… Fuck… OK, dann gehen wir halt eben essen… Ein kurzer Umblick zeigt ein australisches Restaurant mit Känguruh und Krokodil… Uns läuft bei dem Gedanken schon das Wasser im Mund zusammen… doch auch hier… keine Sitzplätze mehr frei. Irgendeiner mag uns nicht. Es begann nun eine Odyssee durch ganz Berlin, um ein geeignetes Speiselokal zu finden. Dabei war die erste Idee… Hmmm… Friedrichsstrasse / Unter den Linden. OK, da gabs nicht viel ansprechendes. Also sind wir mal, wenn wir in der Nähe sind, zum Reichstag…


Aus der Ferne sah dann unser Kollege dann eine Art Zelt. Doch gibts da auch was zu essen… Aus der Ferne denken wir ein „Tim“… Könnte das für Tim Mälzer stehen?… OK, nicht wirklich. Es gab zwar dort was zu essen, aber nur mit einem Varieté Programm kombiniert… Mist. Also weiter… Ein paar Meter weiter gab es etwas mehr Action, auf der Strasse des 17. Juni… Hm… die Feiermeile, also einen Tag später halt. Vielleicht gibts hier ja nen Schwenker… OK, nach einigen hundert Metern fühlte man sich zwar wirklich wie auf ner Kirmes… aber ohne Schwenker halt… aber dafür gabs dann dieses hier…

…und Lichtproben…

Nun gut, bis auf ein paar Mini-Donuts (superlecker) gabs dann da nix zu finden, also ab zu einem kleinen Spezialtipp… der lag aber irgendwo auf dem Kudamm… also ab in den nächsten Bus, zum Bahnhof Zoo und dann in die nächste U-Bahn. Unser nächstes Problem war aber… wir sind irgendwie auf der falschen Seite der U-Bahn ausgestiegen…
Also bin ich schon wieder den halben KuDamm entlang gelaufen… Mit den bereits vorhandenen Blasen an den Füßen… Mist…

Aber nach einem etwas längeren Fussmarsch sind wir dann endlich an einem spanischen Spezialitätenhaus vorbeigekommen… Mann war das lecker… Hier könnte ich bleiben… Aber die Tour war zu Ende… Nun blieb nur noch das Kofferpacken, und sich so langsam zu verabschieden von Berlin… und zu verabschieden von diesem Aktivierungsschlüssel für unseren Raum-Safe, der eh nicht funktionierte…

Mit nur wenig Schlaf (vielen Dank noch an die Leute, die nachts um 3 Uhr Basketball spielen wollten auf dem Hotelflur…) ging es dann am nächsten Morgen. Und noch einen letzten Blick auf den Fernsehturm…

Nun ja… es war die schönste Zeit gewesen… und gefolgt wurde es von den bisher härtesten Tagen in meinem Leben, die ich am liebsten gleich vergessen würde… Aber das sind andere Geschichten…

Prost Neujahr und alles Gute für das neue Jahr 1984…

Berlin Tag 4

Nun, wieso steht da nichts von 24C3 im Header? Nun, weil ich in an dem Tag mal absolut NICHTS mit Ubernerds zu tun haben wollte… Und da das Erlebnis am Tag davor schon recht geil war… gings nun erst so richtig los…
Erst einmal eine kurze Geschichte zu dem ersten Reiseziel. Vor ein Paar Jahren gab es einen Ruf für Professor Weickert (Professor für Mathematische Bildverarbeitung an der UdS) einen Ruf an die TU Berlin, der aber abgelehnt wurde. Nun war ich aber mal in Berlin, und da wollte ich mir mal doch näher anschauen, wie es da so aussah…
Und ich war doch schon schwer überrascht… Hier erst mal ein Schild

und dann ein paar Meter weiter eine unnütze Statue, wie diese hier

die sehr stark an diese beiden unnützen Bauten erinnern


Nun ja…
dann gabs nochn paar Schilder…

und dann nach ner halben Stunde endlich mal so was wie ein Universitätsähnliches Gebäude

… und ein für Saarländer schändlicher Anblick…

und dann sah ich nach langer Zeit dieses Gebäude mit einer etwas interessanten Aufschrift…


und was sah man ein paar Meter weiter? Genau

Aber so richtig viel bringen tun diese Schilder auch nich viel…Nun gut, hab ich mir also dann gedacht… geh doch mal in die nächste U-Bahn-Station (die in der Gegend über Tage fährt). Wollte mich nach diesen 2 Stunden Fußmarsch irgendwo hinsetzen… und sah dann folgende Bank…

Gut… lieber nicht hinsetzen… Nach ein paar Minuten gings dann wieder ab in die U-Bahn, und während wieder ein paar Leute versucht haben, mir seltsame Zeitungen anzudrehen, gings dann raus am KaDeWe… und dann begann das große Massaker…

Ein 7-Stockwerke hohes Monstrum… und mist.. keine Fotos… argh… nun gut, schauen wir uns das ganze Mal an… Ok, die ersten paar Stockwerke waren uninteressant… Wer braucht schon Kleider, Parfüm und sonstige Dinge… Aber dann… Die Elektroabteilung im 5. Stock. Hmmm… schön und gut sieht sie aus, als ich angekommen bin, doch.. erm… da steht ein Reporter von RTL und macht eine Close-Up-Aufnahme von einem Berliner Bären. Ich lauf dran vorbei, und kucke einige Meter weiter recht verdutzt in die Kamera. Wohl ein Grund dafür, dass diese Szene bei der Ausstrahlung beim betreffenden Bericht herausgeschnitten wurde 🙂 Naja… die Deleted Scenes sind eh meist die besten Szenen. OK, weiter. Also DVDs haben sie doch schon einige, aber man merkt, dass der KaDeWe nicht großartig darauf spezialisiert ist… Da hat der Media Markt dann doch wesentlich mehr Auswahl. Nun ja… dann ab in den nächsten Stock… Oh… argh… Himmel Teil 1. Frischwarenabteilung. Frisches Fleisch, frische Kaffeebohnen, frische Schokolade, frische Pralinen… Man könnte sich totfressen… schlecht war nur zu dem Zeitpunkt, dass ich grad nen perversen Appetit hatte. Also bevor ich mich bankrott gekauft hätte an der Schokolade mal ab in den nächsten Stock… Oh… Himmel Teil 2. Diesmal auch tatsächlich mit Kuppel und Ausblick. Die „Kantine“ des KaDeWe. Ich habe noch nie einen Spießbraten in solch einer Perfektion gekostet. Ich wollte ihn am liebsten heiraten. Doch er landete in meinem Magen… Allerdings hats auch einiges gekostet…
Nun gut… dann mal ab runter… und weiter auf dieser Strasse entlang gehen. Wie heißt die nochmal… ah… hm… Kurfürstendamm…

oh oh… das wird ne längere Angelegenheit…
es gab Weihnachtsmänner…

… weihnachtlich geschmückte Strassen…

… wiederum seltsame Bildnisse …

… Kirchen …

… teure Hotels …

… Saarländer (again) …

… Klamotten …


… Schuhe …

… und noch andere Ramschartikel…

… und irgendwann taten einem sehr sehr sehr die Füße weh (4 Blasen insgesamt… ^^)
Nach einem kurzen U-Bahn Tripp über den Bahnhof Zoo zur Stadtmitte ging es nun Richtung Checkpoint Charlie und folgendem kleinen Schildchen…

… und ja… bei dem Anblick wünscht man sich doch echt die alten Zeiten des Kalten Kriegs wieder her 🙂

Nun ja… doch nach solch einer kommunistischen Erfahrung, bedarf es mir danach wieder etwas mehr kapitalistischem … Also zurück zum Lehrter Bahnhof…

Welch ein Monstrum. Nun gut. Es war Zeit, die Heimreise anzutreten. Der Tag war echt anstrengend gewesen. Also ab ins Hotel. Hm. Moment… Die Kollegen hatten doch noch den Schlüssel. Wo sind denn die Kollegen. Ein kurzer Anruf zeigte, dass beide noch im Zimmer waren. Mit noch assoziieren wir zu dem Zeitpunkt schon die Uhrzeit ca. 18:30. Hmmm… Ok, dann dürfte es also keine Probleme. Sprachs und ab zurück ins Hotelzimmer . Dort warf ich den Ballast von meinen Schultern… und hielt plötzlich die dazu passende Schnalle von meinem Rucksack in der Hand… oooopps… Es ist 18:45. Samstags abends. Und bald schließen die Geschäfte… SCHEIßE… Ich brauch einen neuen Rucksack… also schnell ab zum Alex. Ich hetzte so schnell es ging zum Karstadt-Saturn, nur um mir dann dort vor dem Eingang vor den Kopf zu fassen… „Öffnungszeiten… Samstags bis 22 Uhr“. OK, dann hat sich das mit der Eile ja schon von selbst erledigt. Im Saturn war allerdings die Auswahl nicht sehr groß, also dann nebenan zum Alexa. Kurzer Blick zum Kongress… Hm… Da steht ja ein grün-weißer Partybus… Egal. Gut, ich hab mir dann im Alexa einen schönen neuen Rucksack gekauft, komm dann wieder raus, hat sich die Anzahl der grün-weißen Partybusse vervielfacht…

Zurück an der Tramhaltestelle sah ich dann von der Ferne irgendein Leuchtgraffitti, aber das hab ich ja im vorherigen Eintrag schon erwähnt. Zurück im Hotel hab ich dann mal spontan beschlossen, nix mehr zu tun, oder nicht mehr viel. Also mal rumgekuckt, und aha… Idee… auf ins Kino. Da am Potsdamer Platz. Im Sony Center. Ok… im Cinestar. Aber auf Englisch. Was ein paar lokal ansässige Jugendliche nicht bewusst war. „Ihr wisst, dass die Filme hier alle auf englisch sind. Wir spielen seit 7 Jahren hier alle Filme nur auf englisch…“ – „Eh allda… Wir können doch kein Englisch.“ Und sind dann abgehauen… Nun gut, ich hab mir dann also in der Hauptstadt im CS Hitman angekuckt (Und war erstaunt, dass das Berliner CS unten noch ne Cocktail-Bar drin hat). War ganz netter Film, und wie mir auch schon vorher berichtet wurde, viel Action und so. Aber da fehlt doch noch was hier…
Ach ja … Impressionen bei Nacht…



Nun das wars dann auch für den Samstag. Im Nachhinein hab ich dann noch vernommen, dass die grün-weissen Partybusse für eine Demonstration verwendet worden sind, die dann noch im Zeichen von Stasi 2.0 gegen die Vorratsdatenspeicherung durchgeführt wurde. Und solangsam freute ich mich immer mehr auf Sylvester und nen guten Rutsch ins Jahr 1984… Ob ich wegen der ganzen Aktion auch als 129a klassifiziert werde ?…

24C3 Tag 2 – Berlin Tag 3

Nun, der dritte Tag in Berlin, und zugleich der zweite Tag des 24C3 begann für mich… naja.. relativ früh. Im Gegensatz zum Vortag konnte ich relativ lang schlafen… allerdings zu lange für die ersten Vorträge…
Allerdings noch rechtzeitig für das absolute Highlight … Absurde Mathematik. Eigentlich das einzige Thema, mit dem ich wirklich was anfangen konnte. Gut anrechnen musste man dem Vortragenden Anoushirvan Dehghani, dass er vorher erst einmal ein Paper veröffentlicht hatte zu dem Talk.

Er war zwar recht schnell mit dem Vortrag fertig… dennoch sehr lehrreich, und die eine oder andere Absurdität konnte man für gewisse Veranstaltungen weiterverwenden :).
Ach ja… bevor ichs vergesse… vor dem Vortrag war ich jetzt wirklich vor dem StudiVZ-Building 🙂

Als nächstes stand wieder ein Crypto-Thema an der Reihe, Quantum Cryptography and Possible Attacks, ein Thema, über das es glaube ich nächstes Jahr sogar eine ganze Vorlesung bei uns geben wird. Jedenfalls war es interessant zu sehen, wie überhaupt ein solches Modell aussehen könnte, wie die Gerätschaften dazu aussehen werden…

Das ganze steht zwar noch in den Kinderschuhen, und wird auch nur sehr schwierig zu realisieren sein. Danach war das ganze aber doch recht egal… Es galt nun, Berlin zu erkunden…
Zuerst mal ab zum Potsdamer Platz, wo man eine kleine Riesenrutschbahn aufgebaut hatte

Und als ich dann den Weg entlang ging Richtung Brandenburger Tor, hab ich dann ein großes Riesenradgesehen, gesponsert von dem Bundesland Hessen… Moment.. hatten die nicht Wahlkampf oder so ?

Aber nur ein paar Meter weiter gabs wieder etwas Heimat zu sehen…

Auch wenn es nichtssagend ist.. das ist die saarländische Landesvertretung… und ratet mal welches Haus nebendran steht…


naaaaa ????
naaaaa ????
was könnte es wohl sein…

Es war so klar… Nun ja.. aber nun weiter im Text…Noch ein paar hundert Meter und ich stand endlich davor…

und nochn paar Meter weiter gings weiter mit der Sightseeing-Tour…

und natürlich

Doch so langsam hatte ich doch etwas Hunger gehabt, und es war schon dunkel… also auf ab zurück Richtung Alexanderplatz… Doch vorher laufen wir noch an was anderem vorbei…

ach ja.. und zwischenzeitlich wurde ich von dem saarländischen Nachbargebäude verfolgt… in Form eines seltsamen Busses…

Gott… die sind ja auch überall…Nun ja… irgendwann war ich dann wieder daheim, hab mich ein wenig umgezogen, und ab zurück zum 24C3…
Es gab da noch am frühen Abend einen kleinen Vortrag über Modelling Infectious Diseases in Virtual Realities, der nicht nur für WoW-Fans, sondern auch für WoW-N00bs wie mich, geeignet war. Lustig fand ich die kleinen Videos, wie diese armen infizierten Leute durch eine brutale Killerkrankheit dahingerafft worden sind, und in ihrem brutalen Todeskampf Leute gesehen haben, die in sicherer Höhe gestanden haben, und nur noch gebrüllt haben, wir müssen da hoch und sie mit infizieren… nenene… wobei.. das kommt doch in jedem Zombie-Slasherfilm vor…
Wenn wir grad bei Zombieslashern wären… da hätte der nächste Vortrag gut dabei helfen können. DIY Survival – How to survive the apocalypse or a robot uprising. Gott, ich hab mich bepisst vor lachen. Zuerst einmal beginnt das Teil mit nem LoLCat

und natürlich gab es noch einen sehr guten Vorschlag, wie man das Leben nach der Apokalypse gestalten könnte…

Ich kann das ganze nur empfehlen sich als Video anzukucken, aber das war auch so ein Mate-Junkie…Hoffen wir, dass Bre sein Mate DIY-mäßig reverse engineeren kann. Hmm… wenn ich mir grad beim den neuesten Beitrag von Bre ankucke… das erklärt das Bild, was ich Tags drauf gemacht habe am Alex…

Nun ja… als letzten Vortrag des Tages gab es noch den obligatorischen Pr0n-Vortrag… wohl eher Contest… es galt zu beweisen, dass die Regel 34 immer gilt. Die Rule 34 besagt nämlich, dass für jede veröffentlichte Sache es sofort eine pornoisierte Variante davon gibt… Nun, das sollte man wohl am besten für sich selbst herausfinden. Aufnahmen gabs keine, strengstens untersagt, sonst wären die Kameras konfisziert worden, und der Vortrag war ab 18. Es gab auch keine Aufzeichnung davon (wohl weils auch stellenweise recht peinlich wurde), aber insgesamt konnte man sagen, dass Bre durchaus die besten Ansätze hatte, allerdings die Frauen in dem Contest zumeist irgendwie sich besser auskannten in dem Metier als die Männer… Zufall?
Ich lass das mal so im Raum stehen, und damit endete auch der zweite Tag des 24C3

Lieder gegen Liebeskummer…

Es kommt manchmal die Zeit, wo es einfach nicht mehr weiter geht…
und diese Lieder können dann ein wenig durchs Leben helfen…

Klar… zuerst einmal gibt es ja einen Grund dafür, warum man sich fühlt…
(Farin Urlaub – OK) … doch wenn man nachdenkt, ist es nicht nur der einzigste Grund… (Pet Shop Boys – Love is a catastrophe)…und man fragt sich, wie man in diese Situation geraten ist…(Client – Here and now)…und der Klassiker darf natürlich nicht fehlen (Eric Carmen – All by myself)…
und irgendwann muss es auch klarwerden, dass man auch ohne einen auskommt… (Pet Shop Boys – I get along)

Klassiker: Der normale Arbeitstag eines Winfo-Studenten

Das Leben eines Studenten

Viele Menschen denken, wenn sie einem Studenten in freier Wildbahn erleben, dass dies wohl ein äußerst seltsamer, verquerer Zeitgenosse wäre. Das mag durchaus stimmen, aber wie sieht denn so ein Tagesablauf eines durchschnittlichen Studenten aus ?

Verfolgen wir den Studenten Arvel C. (Name des Autors durchaus bekannt) einmal einen ganzen Tag lang.

Montag, 7.30 Uhr
Wecker klingelt. Verdammt. Hmmm. Walli im Radio. Come Undone hab ich doch am Freitag erst um diese Uhrzeit gehört. Grummel. Hätte gestern besser nicht bis um 24 Uhr in der Altstadt bleiben sollen. Bin sooooo müde.

7.55 Uhr
Nachrichten sind um, kann endlich aufstehen, muss ja schließlich informiert sein, was so die Nacht über passiert ist. Nun Zähneputzen, duschen un Morgenklo und mach dabei Gesicht wie Max Payne… verdammt, darf ich doch nicht sagen, ich meinte Max Schmärz.

8.30 Uhr
Endlich fertig, noch 15 min fernsehen kucken und dann ab zum Zug. Verdammt, diese Werbesendung auf RTL nervt. Obwohl dieser Staubsauger ziemlich interessant ist….

8.37 Uhr
Hab dem Verlangen endlich nach langem Kampf widerstanden, den Suckmaster 4000 zu bestellen und hab umgeschaltet. Ich hasse Verkaufssendungen.

8.45 Uhr
Ab zum Bahnhof. Muss nochn kleinen Zwischenstop beim Bäcker machen, und mein Frühstück für nachher einkaufen.

9.07 Uhr
Warten auf Godot… Oder besser auf die Regionalbahn. Mist. Bahnhofssprecher meldet 10 Min Verspätung. Verdammt verdammt.

9.25 Uhr
Zug ist endlich sichtbar, 18 Minuten verspätet und nicht nur 15, aber wie immer sind es nur 2 Waggons …. für ca. 150 Mitreisende… Fühle mich etwas geplättet. Luft ist auch nicht vorhanden. Muss morgen einmal an Sauerstoffflasche denken. Schaffner entschuldigt sich für das Verspäten mit der Begründung eines Personenschadens….

9.28 Uhr
Nächster Zwischenstop Bous. Und weitere 15 Reisende versuchen sich den Umständen anzupassen und versuchen sich in den Zug reinzuquetschen. Darunter auch ein etwas seltsam gekleideter Mann mit Hund und Alkoholfahne.

9.31 Uhr
Mann fängt an, alten Kassettenrekorder aus seinem Rucksack zu kramen und die Fahrgäste mit Volksmusik zu quälen. Gott sei dank hab ich noch nichts gegessen, die Alkoholfahne steigert nicht wirklich das Wohlbefinden.

9.32 Uhr
Mann fragt weiteren Fahrgast, der auch in Bous eingestiegen ist, ob bei ihm auch der Automat für die Fahrkarten nicht funktioniert hätte. Sehe attraktive Dame am anderen Ende des Zuges sitzen. Endlich mal ne Abwechslung.

9.33 Uhr
Attraktive Dame knutscht mit einem seltsamen aussehenden Mann mit Dreadlocks. Stimmung fällt. Wie auch die Flasche des Kollegen mit dem Kassetterekorder aus dessen Rucksack. Er bückt sich. Aus seiner Hose kommt ein bedrohliches Geräusch.

9.34 Uhr
Die Lage verschlimmert sich. Keine Luft, Alkoholfahne, und seltsame, unidentifizierbare Gerüche lassen die Situation von Sekunde zu Sekunde verschlimmern. Hoffentlich hat die Fahrt bald ein Ende. Zug bremst ab zum Bahnhof Völklingen. Meine letzte Hoffnung.

9.36 Uhr
Argh es wollen doch nicht wirklich 3 Schulklassen zusätzlich einsteigen ??? Gott sei dank verlässt mich mein Freund mit seinem Hund, den er mir gegenüber als „Fred Astair“ vorgestellt hat. Wieso ist meine Hose nass ?

9.37 Uhr
Pubertierende 12jährige beschweren sich über das Nichtvorhandensein von Sitzplätzen. Senile 91jähre beschweren sich über das Nichtvorhandensein von Anstand bei heutiger Jugend. Plattgedrückte 21jährige Studenten beschweren sich nicht über das Nichtvorhandensein einer Wirbelsäule.

9.40 Uhr
Pubertierende 14jährige pöbeln mich an. Fragen mich, ob ich nicht dieser Arvel Crynyd aus dem Salüchat wäre, wegen einer gewissen Ähnlichkeit von seinem Bild im Profil. Der wäre doch so doof, und verdiene eins aufs Maul. Dementiere, dass ich dieser Chatter sei, aufgrund der relativen Größe dieses etwas zu sehr pubertierten 14jährigen mit einer stattlichen Größe von 1.80m.

9.45 Uhr
Ankunft Saarbrücken Hbf. Endlich Luft. Zug ist plötzlich leer. Ist mir auch egal, da ich mein Ziel erreicht habe. Ab zur Bushaltestelle.

9.47 Uhr
90 weitere Kommilitonen warten auf den nächsten Bus zur Uni. Der Kampf geht weiter.

9.50 Uhr
69 kommt.

9.51 Uhr
Meine 90 Freunde bekommen einen Platz im Bus. Ich winke den Leuten in dem vollkommen überfüllten Bus hinterher und warte lächelnd auf den nächsten.

9.54 Uhr
Alte, lokal ansässige Dame erzählt mir, dass ab 10 Uhr sämtliche Busbetriebe in den Streik gehen. Lächeln nicht mehr vorhanden.

10.10 Uhr
Ecke Richard-Wagner-Straße – Dresdener Straße: Bekomme seltsames Bedürfnis, morgen mit dem Auto zu fahren.

10.15 Uhr
Offizieller Beginn der Vorlesung. Aktueller Standort: Tankstelle gegenüber seltsamen neuen Discounter. Eine 69 fährt an mir vorbei. Spontanes Verfluchen von alten, lokal ansässigen Damen. Gott sei dank ist der Bus leer.

10.16 Uhr
Busfahrer erwidert, dass tatsächlich ALLE Buslinien streiken würden, nur die Buslinien zur Uni sind von dem Streik nicht betroffen. Ich hab so nen Hals.

10.25 Uhr
Ankunft an Uni SB. Einsamer Marsch zum Auditorium Maximum.

10.30 Uhr
Keine Sitzplätze mehr am Rand vorhanden. Dozent macht abfällige Bemerkungen über Zuspätkommer. Schamesröte. Wär ich heut doch besser nicht aufgestanden. Da winkt wer, ah ein Kommilitone. 10 Leute müssen aufstehen.

10.31 Uhr
Endlich Frühstück.

10.35 Uhr
Kurze Zusammenfassung der verpassten 15 Minuten. Dozent hat sich 5 Minuten über „den lautesten Jahrgang ever“ beschwert und dann seitdem über eine Formel referiert, die die optimale Bestellmenge beschreibt.

10.45 Uhr
Dozent beschreibt Effekt einer Veränderung einer Variable.

10.50 Uhr
Dozent erklärt Vorhandensein einer Wurzel in der Formal. Beobachte, wie Vordermann Solitaire am Laptop spielt.

10.52 Uhr
Dozent erklärt, wie man Wurzel ausmultipliziert. Verzweifelte Suche nach stabilem Wurfmaterial.

10.55 Uhr
Dozent stellt Übungsaufgabe, wie man Formel zur Berechung der optimalen Bestellmenge sich anhand eines Beispiels klar machen soll. Taschenrechner wird ausgepackt.

10.57 Uhr
Endgültige Lösung der Übungsaufgabe nach kurzem Rechnen.

10.58 Uhr
Nachbar fragt, wie man die Aufgabe lösen soll. Lapidare Antwort: „Einfach in die Formel einsetzen“ – „Ach so einfach“. Ich gebe ein sehr knirschendes „Jaaaaaa“ von mir.

11.00 Uhr
Dozent beschwert sich über Tatsache, dass die von ihm ausgewählten Studenten zu 85 % entweder nicht fertig sind oder gar nicht wissen was sie machen wollten. Weitere 5 % mussten erst mal aufgeweckt werden…. Er geht zu seinem Pult zurück.

11.01 Uhr
Ein Handy klingelt. Amüsantes Gelächter über diesen Trottel, der vergessen hat sein Handy auszustellen.

11.02 Uhr
Verdammt, war doch mein Handy… SMS von Mutter, sie fragt, wann ich heimkommen würde… Eltern…

11.05 Uhr
Langeweile. Dozent referiert immer noch über Formel. Beginn des Versuchs, die Verwendung des Wortes „entsprechend“ mitzuzählen.

11.12 Uhr
Abbruch des Versuchs bei einem Stand von 34 Verwendungen des Wortes „entsprechend“. Kommilitonin fragt mich, ob ich ihr meinen Palmtop ausleihen könnte, um zu spielen. Aber klaro.

11.21 Uhr
Rückgabe des Palmtops mit Hinweis eines neuen Rekords bei Breakball. Argh. Und ich hab dafür ne halbe Stunde gebraucht, um meinen Rekord zu schaffen….

11.23 Uhr
Muss plötzlichen, unerklärlichen Drang unterdrücken, laut „Langweiliiiiischhhhh“ zu rufen

11.26 Uhr
Dozent erklärt nach einer Stunde Referat, dass Formel zur Berechnung der optimalen Bestellmenge nicht klausurrelevant wäre. Frage nach Sinn der Vorlesung wird immer drückender. Fange an, Kopf wiederholt und unkontrolliert gegen die Bank zu stoßen. Aua.

11.27 Uhr
Dozent beschwert sich erneut über Zulautsein der hinteren Reihe. Spontane, erdrückende Stille. Kann den Dozenten denken sehen… und altern.

11.29 Uhr
Dozent weist darauf hin, dass in der dieswöchigen Übungsgruppe diese Formel behandelt wird. Juchhu, endlich früher heimfahren. Versuch einen Countdown bis 11.45 auf Palmtop zu programmieren.

11.33 Uhr
Frage mich, wie viel Dozent so verdient. Wobei das bei dem Verein hier eher ein Schmerzensgeld wäre. Oder die direkte Bezahlung für den Psychiater. Naja. Die Reichsten sind immer die ärmsten Schweine.

11.35 Uhr
Noch 10 Minuten. Führe leidenschaftliche Diskussionen über Herkunft des Dozenten aufgrund seines Akzents. Entdecke Züge von Schwizzerdütsch, Schwäbisch und leichten bayrischen Touch.

11.37 Uhr
Komme zu dem Entschluss, dass Dozent entweder aus einem Dreiländereck stammt, viel reist oder an einer Persönlichkeitsspaltung leidet.

11.41:30 Uhr
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, der relativen Unruhe und der erdrückenden Kälte der Klimaanlage entschließt sich Dozent die heutige Vorlesung 3 min und 30 sec früher zu beenden.

11.43 Uhr
Audimax wird geflutet. Es gibt kein Durchkommen. Brauch eh ein wenig länger beim einpacken.

11.45 Uhr
Der Weg aus dem Audimax ähnelt Han Solos Flug durch das Asteroidenfeld in Das Imperium schlägt zurück. Leute nerven, die für die anstehenden Fachschaftswahlen nachfragen. Antworte, dass ich schon abgestimmt hätte. Und das obwohl, die eigentlich nicht für mich zuständig wären *g* hehe.

11.48 Uhr
Endlich draussen. Abmarsch zur Mensa. Mittagessenszeit. Kurzer Weg von 10 Minuten. Hab ich ein Hunger.

11.52 Uhr
Werde beinahe überfahren von rüpelhaftem Studenten auf Kickboard mit Tempo 30 (da bergab). Ich als rücksichtsvoller Autofahrer würde in einer solch stark frequentierten Straße nicht so schnell fahren.

11.52:16 Uhr
Werde beinahe überfahren von rüpelhaftem Autofahrer mit Tempo 80. Beginne an allgemeiner Verkehrserziehung zu zweifeln. Oder ich fahr einfach zu langsam. Bin ich ein Weichei?

11.54 Uhr
Juchhu, Mensa ist in Sicht. Wie auch 4 Leute, die Werbung zu verteilen versuchen. Ich höre auf, mich über e-Mail-Spam zu beschweren. Live-Spam ist viel schlimmer.

11.55 Uhr
Weiss jetzt, wann der nächste Salsa-Kurs und die nächste Wickelstunde ist. Wo ist der nächste Mülleimer?

11.57 Uhr
Checken des Guthabens auf der Mensakarte. Verdammt Verdammt. Nur noch 2 € drauf. Schnell 5€-Schein rauskramen. Wieso kommt der jetzt wieder raus ? Der iss doch wohl nidd verknittert? Erm hallo? Der iss doch echt. SCHLUCK DAS DING DU &(%’#$ TEIL. Wieso applaudieren die Leute?

11.58 Uhr
Mensaplan ist nicht wirklich gut heute. Gehen wir zum C-Essen…

11.59 Uhr
Spontane Planänderung: Aufgrund einer Schlange mit 100 Leuten vor dem C-Essen weitergehen zum Wahlessen II. Was müssen auch so viele Leute immer dann essen, wenn ich Hunger hab….

12.05 Uhr
Kurzer Lagecheck:
Essen. Check.
Nachtisch.Check.
Besteck.Check.
Sitzplatz. Check.
Netter Ausblick. Check.
Mensakarte. Noch vorhanden. Check.
Fanta. Verdammt. Wusste, dass ich was vergessen hatte

12.07 Uhr
Wieso trinken plötzlich alle Leute Fanta? Muss dann doch mal Apfelsaft trinken.

12.08 Uhr
Hmmm… wieso fehlt mir ein Löffel für den Nachtisch….. Fange an, an meinen kognitiven Fähigkeiten zu zweifeln.

12.09 Uhr
Bäh, Apfelsaft schmeckt fad. Spontanes Verfluchen der Getränkeautomaten.

12.10 Uhr
Ertappe mich bei der philosophischen Frage, ob es eine Hölle für Getränkeautomaten gibt. Und wieso sind meine Fritten kalt.

12.15 Uhr
Beschließe nach einer kleinen Kostprobe den Nachtisch aus dem Hause BASF stehen zu lassen. Wieso habe ich überhaupt einen Löffel geholt dafür? Wieso hab ich überhaupt Geld dafür ausgegeben? Wieso esse ich hier überhaupt noch? Wieso stell ich so viele dumme Fragen? Und vor allen Dingen. Was soll ich jetzt in den 2 folgenden Stunden machen?

12.17 Uhr
Kurze Spontanumfrage unter Kommilitonen. Per demokratischen Mehrheitsprinzips wird entschieden, zum Info-CIP-Pool zu gehen. Jihaaaa. Surfen.

12.20 Uhr
Kurzer Rundumblick im CIP-Pool. Keine bekannten Personen anwesend. Suche nach geeignetem Terminal.

12.23 Uhr
Einloggen und Mails abfragen. Hmmm. Keine neuen Übungsblätter. Mailingliste ist wieder brechend voll. Ab in den Salue.

12.23:10 Uhr
Java-Statusfenster baut sich auf.

12.23.11 Uhr
Java-Statusfenster verschwindet von Bildschirm. Wie auch alle anderen Browserfenster. Ich hasse Linux…

12.24 Uhr
Fahre die Workstation runter und den nebendran hoch. Vielleicht klappts dort.

12.25 Uhr
Mist. Gleicher Fehler. Dann halb eben nicht. Foren reichen auch.

12.27 Uhr
Browser stürzt erneut ab. Beginne zu realisieren, dass Linux nicht gut mit Java Virtual Machines kooperiert.

12.28 Uhr
Entdecke einen dicken Mann, mittleren Alters, der auf seinem Stuhl thronähnlich sitzt und 10 DiaFenster im Salü auf hat. Argh. Wieso geht das bei dem und bei mir nicht ??? Beginne am Sinn meines Wirtschaftsinformatikstudiums zu zweifeln.

12.29 Uhr
Und vor allen Dingen. Wieso hat der eigentlich so viele Fenster auf? Beginne am eigenen Chatverhalten zu zweifeln. Ich mach da irgendwas falsch. Aber so viele Fenster sind nicht gut. *Diamanagerfeier*

12.35 Uhr
Langweiliges Surfen durch das Internet.

12.56 Uhr
Nette Counterstrike-Comics gefunden. Hehe. Headshot. Gibt es keinen Mapper, der die Uni nachgebaut hat? Will fraggen im Audimax. Mit Prof-Skins und so.

13.45 Uhr
Hach wie schnell doch die Zeit vergeht… So langsam muss ich los. Schnell runterfahren.

13.46 Uhr
Wieso reagiert der Rechner nicht. Oha. Linux und Absturz. Himmel hilf. Wo ist der CIP-Hiwi. Arghs…

13.47 Uhr
Frage den netten Asiaten nebenan, ob er der offensichtlich nicht vorhandenen Aufsichtsperson mitteilen könnte, dass die Workstation abgeschmiert sei. Das Lächeln reicht mir völlig, aber wieso zuckt der mit seinen Achseln ? Interpretiere sein „waat“ als ja. Hab eh keine Zeit für längere Diskussionen.

13.53 Uhr
Ankunft am Mathe-Hörsaal. Schlacht um Sitzplätze. Wieso muss die Vorlesung mit 500 Vorlesungsteilnehmern ausgerechnet in einem Saal stattfinden, der nur für 300 Leute Sitzplätze hat. Muss dringend aufs Klo.

13.55 Uhr
Warten auf Kommilitonen. Halte für 6 Leute Sitzplätze frei.

13.58 Uhr
Wo bleiben die denn ? Relativer Blasendruck steigt. Nette Dame in hinterer Reihe lächelt mich an. Hach wie schön.

13.59 Uhr
Der Raum füllt sich. Immer mehr Leute kommen. Temperatur durch summierte Körperwärme steigt. Wieso hat der Raum keine Klimaanlage ? Beginne auf Lippe zu beissen.

14.02 Uhr
Netter Asiate von vorhin sitzt sich auf einen von mir freigehaltenen Sitzplätze und lächelt. Argh. OK. Planwechsel. Reinrücken. Ist ja noch Platz da.

14.05 Uhr
Immer noch kein Kollege da. Nette Dame lächelt mich immer noch an… Hmmmmm…. Assi vom Prof beginnt Laptop aufzubauen und Tafel zu wischen. Beginne Beine übereinander zu schlagen.

14.09 Uhr
Assi vom Prof beginnt Mikrofon einzustellen. Beinaher Verlust des Trommelfells durch lautes Hochfrequenzgeräusch. Erneute Suche nach Wurfmaterial. Endlich kommt der erste Kommilitone. Auf zum Klo.

14.11 Uhr
Endlich kann ich auch lächeln.

14.13 Uhr
Entdecke, dass auf meinem Sitzplatz jetzt Kommilitone von Asiate sitzt. Die setzen sich auch überall hin. Erneuter Planwechsel. Kurzer Rundumblick. Wo ist denn der Kommilitone von eben ?

14.13.20 Uhr
Wieso sitzen die anderen Kommilitonen plötzlich da hinten in der letzten Reihe. Argh. Platzumzug.
14.15 Uhr
Professor beginnt mit der Vorlesung. Habe immer noch nicht meine endgültige Parkposition eingenommen. Verdammt. Nimmt das Drama denn heute kein Ende? Ah jetzt aber. Endlich Sitzplatz. Hach, iss das schön.

14.16 Uhr
Professor versucht Laptop-Präsentation zu starten.

14.16.12 Uhr
Laptop-Präsentation verursacht schweren Ausnahmefehler und lässt Laptop neustarten. Tjaaaaa… schei* XP halt. Leide doch nicht an informationstechnischer Impotenz. Auch Profs passiert so ein Absturz.

14.17 Uhr
Erstaunter Blick auf die Leinwand. NEIN, ich will nicht die Ehefrau des Profs im Bikini im letzten Badeurlaub als Desktophintergrund sehen. Argh. Habe keinen Hunger mehr.

14.17:45 Uhr
Philosophische Frage, wann ich das letzte Mal im Badeurlaub war. Hmmm, verdammt lang her. Will weg. Am besten weit weit weit weg.

14.19 Uhr
Frage Kommilitone, ob er nicht Lust hätte, mit mir in der vorlesungsfreien Zeit wegzufahren.

14.20 Uhr
Versuche vergeblich auf Kommilitonen einzureden mit mir wegzufahren anstatt mit seiner Freundin. Gut, fahr ich halt eben allein nach Tunesien. Basta. Oder soll ich die nette Dame da vorne fragen, die sich jetzt sogar zu mir umdreht… hmmmmmm….

14.25 Uhr
Ich hasse Wunschträume. Und Tagträume. Worum geht’s eigentlich heute ?

14.26 Uhr
Ach ja. Hashtabellen. HASHTABELLEN? HASH? Bin ich jetzt in einer Drogenparty gelandet ? Beginne verzweifelt und unkontrolliert alle Ausgänge zu beobachten. Ich will hier raus. Der Laden wird gleich gestürmt. Angstschweiss tropft auf meiner Stirn. Wieso hab ich eigentlich Angst? Ich hab doch eh nichts zu befürchten. Oder trink ich etwa doch zu viel Fanta?

14.27 Uhr
Beginne mich am ganzen Körper zu schütteln. Bekomme immer mehr Angst. Frage mich, was der da vorne mit perfektem Hashing meint? Die Frage, wie man am besten an einem Haartest vorbeikommt oder was? Ich will hier raus. Die Hitze steigt ins unerträgliche.

14.28 Uhr
Uff. Doch keine Drogen. Gott sei dank. Nur wieder mathematische Funktionen. Packe wieder mal den Taschenrechner aus. Vielleicht kommt ja wieder mal so ne Aufgabe wie vorhin hoff

14.30 Uhr
Wie? Thema Hashtabellen schon rum? Klasse, muss ich mir das ganze daheim ankucken. Schwöre, nie mehr tagzuträumen…. sie dreht sich wieder zu mir rum… hach….

14.32 Uhr
Themenwechsel: Binäre Suchbäume. Bin ich hier bei den Biologen gelandet was? Erst Haschplantagen, nun Bäume. Informatiker sind schon ein seltsames Völkchen. LateX und Leda kenn ich ja schon, und nun das. Mein Gott sind die versaut.

14.35 Uhr
Nachbar packt c’t aus. Das nenn ich Weiterbildung. Packe solidarisch dazu meine PC Games aus.

14.35:12 Uhr
Gebe als solidarischen Akt meinem Kommilitonen nach langem 10 sekündigem Betteln meine PC Games. Der passt noch weniger auf als ich. Komm reiss dich zusammen.

14.37 Uhr
Frage mich, wie alt dieser Prof ist.

14.39 Uhr
Juchhu, kann dem da vorne endlich mal wenigstens ein bisschen folgen.

14.40 Uhr
Prof versucht Laufzeit des Löschens eines Elementes aus einem Binären Suchbaum mathematisch zu erklären und verweist auf die Vorlesung „Mathematik für Informatiker“. Beginne erneut nach Wurfmaterial zu suchen.

14.40.45 Uhr
Prof fragt Kurs, ob betreffendes Thema schon in „MfI“ behandelt wurde. Beginne solidarisch zu meinen Studienkollegen den Kopf unkontrolliert und wild zu schütteln.

14.40:55 Uhr
Prof bemerkt Notruf und fragt, was wir hätten. Wir antworten „Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler“. Lacht uns der da vorne nun aus, oder wie sollen wir dem sein Grinsen nun interpretieren? Beginne am Studiengang zu zweifeln. Sie dreht sich schon wieder um …..

14.42 Uhr
Beginne verzweifelt in dieser Vorhölle einen klaren Kopf zu kriegen und beobachte Kommilitonen bei ihren jeweiligen Tätigkeiten.

14.43 Uhr
Beobachte, wie ein seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe anfängt „Enter The Matrix“ auf seinem Laptop zu spielen. Also so langweilig ist die Vorlesung nun auch wieder nicht. Im Vergleich dazu würd ich dann doch eher Solitaire zocken.

14.44 Uhr
Ein anderer Kommilitone durchsucht das Netz und geht auf die Seite des Professors.

14.44.34 Uhr
Wie alt ist der? 37?

14.48 Uhr
Ertappe mich wieder einmal beim Philosophieren: Wieso sind die Dozenten am BWL-Bau im Schnitt 10 Jahre älter als mein Opa, aber am Info-Bau durchschnittlich 10 Jahre jünger als mein Vater? Da läuft irgendwas schief.

14.49 Uhr
Versuche den seltsamen Drang zu unterdrücken, laut „Baaaaaauuuuuuummmmmmm“ zu schreien. Soll ich anfangen zu zählen, wie oft sie sich nach mir umdreht? Dahinschmelz. Ich glaub, ich sprech sie mal an. In der Pause. Pass jetzt endlich mal auf.

14.50 Uhr
Fange an mir Notizen zu machen, trotz runterladbarem Skript und Vorlesungsfolien. Muss aufpassen.

14.51 Uhr
Bemerke die kleinen philosophischen Meisterwerke eingeritzt in die Sitzbänke.

14.52 Uhr
Ertappe mich beim Versuch, ständig auf den Prof-Accelerator zu drücken. Wann ist endlich Pause. Hmmmm. Was soll ein „Schalte-Webcam-auf-Damenklo-auf-Beamer“-Button ? grübel. Merke: Die Informatiker sind wirklich versaut.

14.56 Uhr
Nachbar ist mit c’t fertig und bietet mir die Zeitschrift ab. Lehne dankend ab und verweise auf meine 2 Seiten Mitschrift der letzten 6 Minuten.

14.57 Uhr
Verdammt, wieso ist mein Bleistift abgebrochen. Argh. Hören wir mal mit der Mitschrift auf, steht ja eh alles im Skript. Beginne an meiner Arbeitsmoral zu zweifeln.

14.59 Uhr
Bemerke, wie andere Kommilitonen auch anfangen zu stöhnen. Ist das nun der Stoff, die Hitze, beides, oder werden die auch so angestarrt ?

15.00 Uhr
Entdecke von weitem unmenschlich große Schweißflecken an T-Shirt des Dozenten. Hab ich heute Deo benutzt? Argh, muss anfangen mir Notizen über den Tagesablauf zu machen, sonst vergess ich wirklich alles…..

15.05 Uhr
Professor entschließt sich die Pause angesichts der unmenschlichen Temperaturen im Hörsaal 5 Minuten vorzuziehen. RAUS!!! Und jetzt sprich sie an… Auf dem Weg nach vorne, um das neue Übungsblatt zu holen, da schlägste zu… Komm schon. Das schaffste.

15.06 Uhr
Die Pause. Endlich ein Zeitpunkt der Ruhe, wo man mit Freunden reden kann, sich ne Cola besorgt, das Übungsblatt sich besorgt für nächste Woche und man anderen Leuten beim Manga-Dealen zukuckt. Ich liebe das Studium. Allein schon wegen diesen 5 – 10 Minuten Freiheit. Und für dieses Lächeln da vorne…

15.07 Uhr
Gehe langsam die Treppe hinab. Nur noch 4 Meter trennen uns. Sie schaut schüchtern weg und lächelt. Haaaaach.

15.08 Uhr
Hmmm.. Das Übungsblatt scheint aber ziemlich schwer zu werden. Die Aufgabe 2 scheint richtig… Hey. Moment mal. Hab ich nicht was vergessen ?

15.09 Uhr
Muss raus und mein erneutes Frauendebakel ordentlich begießen. Hab ich noch einen Euro? Woher stammt denn der? Das ist doch nicht etwa ein griechischer Euro? Gut, dann halt eben heute keine Coke bei 3°. Der Euro ist wertvoller.

15.10 Uhr
Begebe mich wieder zurück zu meinem Sitzplatz und schaue in der Gegend rum. Wieso schmollt die nette Dame da vorne?

15.11 Uhr
Beginne mit meinen Kommilitonen Ratespiele zu spielen. Wer sieht wem ähnlich? Entdecke von weitem Commander Data und John Lennon. Fange an leise „Imagine“ zu summen. Ich hab echt nix anderes zu tun. „Imagine all the People living for today“…

15.12 Uhr
Befinde mich in einer hitzigen Debatte darüber, ob „Lucy in the Sky with Diamonds“ wirklich von LSD handelte oder nicht. Hätte dieses Vergleichsspiel nie anfangen sollen. Hätt’ ich doch jetzt nur diesen Laptop mit Solitaire…

15.14 Uhr
Spielführer pfeift 2. Halbzeit an. Und das große Wundern geht weiter….

15.15 Uhr
Professor beginnt in beinahe einsteinscher Geschwindigkeit Tafel vollzuschreiben und wieder auszuwischen. Wenn er anfängt schneller zu wischen als zu schreiben, heisst das dann, dass er aufhört zu altern? Wo ist Stephen Hawking, wenn man ihn mal braucht…

15.17 Uhr
Beginne mich zu fragen, ob es nicht Sinn machen würde, eine virtuelle Tafel zu erfinden, die a.) sich ins Unendliche erstreckt und b.) sich von selbst wischen kann.

15.19 Uhr
Bemerke, dass die Projektion des Beamers umschaltet zur Anzeige des Satzes „Gerät AUS in 5 Minuten“.

15.20 Uhr
„Gerät AUS in 4 Minuten“.

15.21 Uhr
„Gerät AUS in 3 Minuten“.

15.22 Uhr
„Gerät AUS in 2 Minuten“.

15.23 Uhr
Verdammt, wieso bewegt der jetzt die Maus?? Ich wollte wissen, was passiert, wenn der Countdown aufhört.

15.25 Uhr
Oha, Professor hat sich da vorne verschrieben. Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis er das bemerkt.

15.26 Uhr
Seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe meldet sich und weist auf Fehler hin. Professor antwortet und meint, dass er den Fehler gleich berichtigen würde.

15.26:20 Uhr
Seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe meldet sich erneut und weist auf Fehler hin. Professor antwortet und meint, dass er den Fehler gleich berichtigen würde.

15.26:40 Uhr
Seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe meldet sich erneut und weist auf Fehler hin. Professor dreht sich um, seufzt laut und beugt sich der Mehrheit. Die nur aus einer Person besteht. Aber egal. Darf ein Professor nicht auch Fehler machen?

15.30 Uhr
Professor gibt versteckten Hinweis zur Lösung der zweiten Aufgabe. Yeah. Wenn ich das so mache, wie er das sagt, dann ist das eine Sache von 5 Minuten daheim. Das mach ich dann gleich heute abend. Jetzt muss ich nur noch die nächsten 3 Stunden hier überleben.

15.32 Uhr
Schalte zum zweiten Mal am Tag in den „Find-den-Akzent“-Modus.

15.33 Uhr
Aufgrund der relativen Häufigkeit der Verwendung eines rollenden Rs schließe ich auf Ebbelborrrrrrrrn. Oder Schmääälllzzzz. Irgendwie da oben die Kante. Das ging ja schnell.

15.34 Uhr
Verweile im „Find-den-Akzent“-Modus und lausche den Dialogen meiner umsitzenden Kommilitonen.

15.36 Uhr
Beginne mich zu fragen, wieso Chinesisch oder Russisch nicht zu den in der Schule gelehrten Sprachen gehört. Weiss jetzt auch, wieso ich nicht viele Freunde hab. Ich sprech keine dieser Sprachen….

15.40 Uhr
Seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe packt seinen Laptop zusammen.

15.41 Uhr
Seltsamer Kommilitone in der ersten Reihe steht auf und beginnt neben Professor Stromverlängerungskabel zusammenzurollen. Professor sieht leicht irritiert aus.

15.42 Uhr
Seltsamer Kommilitone, der in der ersten Reihe gesessen hat, winkt verdutzt blickendem Prof zu und verschwindet. Was zur Hölle war das denn jetzt??? Das da ist jetzt nicht wirklich passiert oder?

15.45 Uhr
Frage mich, ob es nicht auch an der Uni einen Studiengang „UVB“ geben sollte. Diese Jugend von heute.

15.47 Uhr
Wann hört diese Stunde endlich auf? Kann Hitze nicht länger ertragen. Hätt ich doch mir ne Cola kaufen sollen. Scheiß Sammlertick. „Prof-Accelerator“-Button ist nicht mehr erkennbar…. vom vielen Drücken.

15.48 Uhr
Beginne mich zu fragen, wer als Hauptdarsteller der Verfilmung meines Tagesablaufs in Frage kommen könnte. Ich wär da für Kiefer Sutherland, der hätte da ja schon Erfahrung drin…

15.50 Uhr
Hoffentlich macht der bald Schluss. Muss so bald wie möglich rüber zum BWL-Bau. Beginne verzweifelt auf Uhr zu kucken und Minuten runterzuzählen.

15.53 Uhr
Wieso dreht sich nette Dame nicht mehr um? Hab ich was falsches gesagt? Oder gar nichts?

15.56 Uhr
ICH WILL HIER RAUS!!!!

15.58 Uhr
Relativer Blasendruck steigt… erneut.

16.01 Uhr
Örm. OK, 1 Minute überzogen. Kommt öfters vor.

16.05 Uhr
Hallo? Ich müsst mal dringend weg.

16.06 Uhr
Prof fragt die Runde, ob er noch länger machen könnte und ob wir danach nicht noch andere Vorlesungen hätten. DOCH HABEN WIR!!! Godd-Bye-Klopfen und weg…

16.07 Uhr
Beginne leichte Übelkeit zu verspüren. Muss an dem plötzlichen Klimawechsel liegen. Der menschliche Körper kann den Wechsel von 40° zu –10° C einfach nicht verkraften… hmmmm… jetzt aber doch schnell zum 16er.

16.08 Uhr
Werde beinahe von rüpelhaften Waldläufern mit Hund umgerannt. Können die nicht mal aufpassen? Sind ja noch schlimmer wie die Kickboardfahrer.

16.12 Uhr
Politisch engagierte Wegelagerer einer von mir präferierten Partei versperren mir Weg zum 16er und drücken mir Wahlpropaganda in die Hand. Und fragen, ob ich schon gewählt hätte. Auf mein knirschendes „Jaaaa“ folgt ein lässiges „Cool“. Ich glaub ich geh doch nicht in die Politik. Ich mach meine eigene Partei auf. Ich muss aufs Klo. Argh. Ich brauch unbedingt Granufink.

16.13 Uhr
Beginne Wahlgeschenk der Wegelagerer aus dem Hause „Hans Riegel Bonn“ (tja, was das wohl sein mag *g*) zu öffnen. Schätze Lagerzeit des Gummis auf mindestens 6 Monate. Aua.

16.14 Uhr
Schnell aufs Klo. Oha das wird knapp. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, Mann ist das ein gutes Gefühl….

16.15 Uhr
Erreiche noch rechtzeitig Hörsaal zu Beginn der Übung. Muss mich aber nach hinten setzen, will nicht den Ablauf stören und außerdem benutzen eh alle Mikrofon. Bin mal gespannt, wer heute die Übung hält.

16.16 Uhr
Wieso versteh ich den da vorne nicht? Hat der etwa wieder leere Batterien in seinem Mikr… erm…. kann mir irgendeiner mal erzählen, wieso der Typ am Rednerpult unbedingt auf seine durchdringende Schlagkraft seiner Bassstimme setzt, als auf die Leistung einer leistungsstarken Anlage aus dem Hause Sony? Argh. Hätt ich mich besser nach vorne gesetzt.

16.18 Uhr
Ich versteh kein Wort. Entweder ist der Typ da vorne zu sehr von sich überzeugt oder die Kommilitonen sind zu laut oder ich sitz zu weit weg. Egal. Die Übung iss echt …. argh.

16.20 Uhr
Übungsleiter beginnt Lösung der ersten Aufgabe anzuschreiben. Packen wir mal den Block aus.

16.23 Uhr
Wieso muss der denn bei jeder Aufgabe die jeweils verwendete Formelsammlung komplett aufschreiben? EINMAL reicht. Fange an, zu verstehen, dass BWLer das oberste ökomische Prinzip nicht verstehen. Je öfter man, triviale Zusammenhänge immer und immer wieder niederschreibt, desto mehr Tinte oder Bleistiftkohle wird verbraucht, desto schneller werden die Schreibgeräte unbrauchbar, und desto öfter muss man diese Dinge nachkaufen und desto teurer wird die ganze Sache. Ich glaube ich sollte doch promovieren.

16.27 Uhr
Merke, dass auf eine Projektorfolie weniger draufgeht als auf eine handelsübliche Tafel. Frage mich, ob es sinn machen würde, eine virtuelle Projektorfolie… naaaaaaah.

16.35 Uhr
Komme nicht mehr mit, der scrollt schneller die Folie als ich schreiben kann. Frage mich, wieso es im realen Leben kein Warn-Button gibt. Hmm.. Ich glaub ich chatte zu viel…

16.42 Uhr
Frage mich, ob ich die Worte, die ich soeben abgeschrieben habe, nicht wortgenau vor zwei Wochen schon mal in der Vorlesung gehört habe. Glaube, die Übung ist irgendwie kompakter und sinnvoller als die gesamte Vorlesung. Kann den Typen da vorne noch immer kaum verstehen.

16.48 Uhr
Höhö. Bemerke, dass ich den Stoff so gut kenne, dass ich die kommenden 2 angeschriebenen Sätze schon vorzeitig auswendig und wortgetreu hinschreiben konnte, bevor der Typ da vorne das machen konnte. Nennt mich Gott. Und jetzt rechnen. Und wieder mal ist mein Taschenrechner gefragt. Und das Buch, da stehen alle Formeln drin.

16.55 Uhr
Vollständige Lösung der Aufgaben nach Einsetzen in die jeweiligen Formeln. Bemerke, dass Übungsleiter da vorne erst einmal die 2 Seiten Formeln mitsamt der Kommentare aus dem Buch abgeschrieben hat. Beginne mich zu fragen, wieso man für so eine Leistung noch Geld bekommen kann. Erneute Suche nach Wurfmaterial.

16.59 Uhr
Fühle mich leicht verarscht. Hätte gleichen Lernerfolg erzielt, wenn ich die Aufgaben daheim gemacht hätte. Hab ich zwar nicht, aber …argh. Ich muss mal echt was daheim machen.

17.05 Uhr
Will heim. Endlich heim.

17.10 Uhr
Beschließe früher nach Hause zu gehen. Hat doch alles keinen Zweck hier.

17.15 Uhr
Versuche besten Zeitpunkt zur Flucht zu suchen. Verdammt, muss der so viel Text da anschreiben…

17.24 Uhr
Ich wollte doch eigentlich gehen. Muss weiterschreiben. Kann nicht aufhören. Hände fangen an, weh zu tun.

17.35 Uhr
Übungsgruppenleiter beendet vorzeitig Übung, wegen relativ schnellem Vorgehen in der Übung. Mann, waren wir gut. Moment, es gab doch keine Mitarbeit…

17.36 Uhr
Raus! Raus! Raus aus diesem Hörsaal und raus in die Kälte. Und ab zur Bushaltestelle. Ich will heim.

17.38 Uhr
Ich stelle mich zu meinen anderen 150 Kommilitonen, die auch mit dem Bus fahren wollen. Von weitem kann ich wieder einmal demonstrierende Studenten entdecken. Früher in den 70ern waren die Studenten noch die stärksten Kämpfer für politische Veränderung. Heute singen die nur noch Kumba Ja. Schlimm schlimm die Hippies von heute.

17.42 Uhr
Erster Bus kommt an. Da warens nur noch 80.

17.44 Uhr
Ah da kommt mein Bus zum Bahnhof. Vielleicht krieg ich ja noch den anderen Zug…

17.45 Uhr
Hab ich ein Glück. Wieder einmal keine Luft zum Atmen, da von den 80 noch verbliebenen Studenten 87 eingestiegen sind. Och so eng ist das doch nicht. Die drei Leute können auch noch rein. Beginne erotisches Verhältnis mit der Eingangstür.

17.47 Uhr
Nächste Haltestelle. Luft. Luft. 2 weniger. 3 mehr. Argh. Lausche interessant den Gesprächen meiner Kommilitonen. Dumm nur, dass ich kein Italienisch kann.

17.49 Uhr
Ich will hier raus. Keine Luft. Kann nicht atmen. Beginne zu hyperventilieren. Noch 2 Haltestellen. Aber ich kann mich endlich auch mal festhalten und muss nicht mehr die Tür knutschen.

17.53 Uhr
Bahnhof. Endlich. Luft. Bin halb tot. Ich glaub ich fahr morgen echt mit dem Auto. Öffentliche Verkehrsmittel sind zwar schön und gut, aber etwas zu voll. Ich bin fix und alle. Obwohl ich überhaupt nix gemacht habe.

17.56 Uhr
Klasse, der Zug ist weg. Hab ich schon gesagt, wie sehr ich öffentliche Verkehrsmittel hasse?

17.57 Uhr
Abmarsch zum Burger King. Hab ich ein Hunger. Mal wieder.

17.59 Uhr
Führe anregende Gespräche mit der Bedienung, die sich für einen Staubsaugervertreter hält. Nein, ich will keine neue verbesserte Curry-Ketchup-Mischung ausprobieren. Nein, ich will keine Pommes dazu. Ich will auch kein Menü. Ich will auch nichts dazu trinken. Ich will nur 2 einfache kleine 99er. Ist das denn sooo schwer zu verstehen?

18.01 Uhr
Verzehre genüsslich meinen 99er. Mann schmeckt der mir gut. Hmmmm. Beobachte parallel zu meinem Festschmaus die Umgebung.

18.02 Uhr
Bemerke, wie ein seltsam aussehender Südländer ganz un-unauffällig eine Serviette über dem Türknauf zu der Toilette vergisst.

18.02:34 Uhr
Bemerke, wie der nächste Toilettengast die Serviette dem seltsamen Südländer bringen will. Der wird bestimmt glücklich sein. Das nenn ich mal Zivilcourage und Anstand. Wenn ich meine Brieftasche verlieren würde, würde ich auch glücklich werden, wenn mir die einer wiederbringt.

18.04 Uhr
Kommilitone verabschiedet sich kurz von mir, um mal seine Blase zu entleeren.

18.06 Uhr
Zurückgekommener Kommilitone berichtet von einem seltsam aussehenden Südländer, der anscheinend erotisches Fetisch-Verhältnis mit einem Waschbecken hatte und ihm laut „Du hasch nix gesinn, Alldaaa“ entgegnete. Naja, ich wär bei so einem Têtê-à-Têtê mit einem Waschbecken auch etwas überrascht.

18.08 Uhr
Habe meine 99er endlich verzehrt. Also die Burger waren schon etwas gewürzt. Aber das haben ja Hot-Chili-Burger so an sich.

18.08:34 Uhr
Wieso habe ich mir kein Getränk geholt? Boah brennt das.

18.10 Uhr
Ab zum Kiosk. Gibt es neue Zeitungen? Haben die auch Getränke?

18.15 Uhr
Bäää. Nur altes Zeuch. Kenn ich alles schon. Und nix zu trinken. Und nun ab zum Gleis. Mann brennt das.

18.17 Uhr
Verzweifelte Suche nach Sitzplatz. Bin so fix und alle. Und hab ich einen Durst.

18.19 Uhr
Wiedervereinigung mit 3 Schulklassen. Frage mich, wieso Murphy vom Vatikan noch nicht heilig gesprochen wurde. Beginne leise „What have I done to deserve this“ zu pfeifen.

18.21 Uhr
Frage mich nach dem Sinn und Zweck des Hin-und-her-Rennens von pubertierenden 12-jährigen im Wartebereich. Wieso müssen alle Kinder heute unter ADS leiden?

18.25 Uhr
Hat jemand für mich eine Kopfschmerztablette? Und für die Kinder Ritalin?

18.26 Uhr
Bemerke seltsame Kleidung der Jugendlichen von heute. Stelle mir selbst die Frage, wieso man viel mehr von der Unterhose sehen kann, als von der darüber getragenen Hose. Ich will nicht wissen, dass der Typ da vorne Bärchen drauf hat. Argh. Ob ich ihm aus Solidarität meinen Gürtel schenken soll?

18.28 Uhr
Yeah, endlich die erlösende Durchsage. „In Kürze fährt ein, die Regionalbahn aus Homburg zur Weiterfahrt nach Trier über Völklingen, Saarlouis, Merzig. Planmäßige Ankunft 18.29 Uhr. Abfahrt um 18.33 Uhr.“ Juchhu. „Der Zug verspätet sich um voraussichtlich 10 Minuten“. Argh. Neein.

18.29 Uhr
Frage mich, wo diese Regionalbahn zum jetzigen Zeitpunkt ist. Ich hasse die Bahn. Erst morgens ein Personenschaden und was ist das denn jetzt?

18.33 Uhr
Eigentlich sollte ja jetzt der Zug wieder abfahren. Aber tjaaaaa…. Es kommen immer mehr Leute, die gerne zusteigen möchten.

18.37 Uhr
Wieso steht auf der Anzeige da oben plötzlich 15 Minuten Verspätung? Was ist denn da schon wieder los. Schätze die Anzahl der Wartenden auf ca. 140. Vertrauen in Öffentliche Verkehrsmittel hat sich nicht wirklich gesteigert.

18.43 Uhr
Noch eine Durchsage. „In Kürze fährt ein, die Regionalbahn aus Homburg zur Weiterfahrt nach Trier über Völklingen, Saarlouis, Merzig. Planmäßige Ankunft 18.29 Uhr. Abfahrt um 18.33 Uhr.“ Ja,ja,ja? „Aufgrund eines technischen Zwischenfalls Glaiswechsel auf Gleis 12.“ Doppel-Argh.

18.45 Uhr
Frühsport am Abend suxx.

18.46 Uhr
Und noch eine Durchsage „In Kürze fährt ein, die Regionalbahn aus Homburg zur Weiterfahrt nach Trier über Völklingen, Saarlouis, Merzig. Planmäßige Ankunft 18.29 Uhr. Abfahrt um 18.33 Uhr.“ Und? „An Gleis 12, bitte Vorsicht bei der Einfahrt“. Argh, na endlich… Die ganzen Leute wollen wirklich mitfahren? Wo bleibt denn der Zug?

18.47 Uhr
Das sind nicht wirklich wieder zwei Waggons. Neeeeeeeeein.

18.49 Uhr
Frage mich, ob so sich auch die Fische in den Sardinenbüchsen fühlen. Gebe den Glauben an freie Sitzplätze auf.

18.50 Uhr
Erneute phylosophische Gedanken. Soll ich einen Verein zur Rettung der von Aussterben bedrohten Art der Sitzplätze gründen? Wenn ich jetzt noch einen dieser Kufa-Hüpfer hätte, und noch einen Ghettoblaster mit feinstem Techno, dann hätte ich theoretisch einen. Merke, wenn du morgen wieder mim Zug fährst, denk an große Boxen und viel Bass.

18.52 Uhr
Beginne die suizidal veranlagten S-Bahn-Surfer zu beneiden. Die haben wenigstens Luft zum atmen.

18.53 Uhr
Werde von pubertierenden 12jährigen angepöbelt. Wie oft, soll ich denn noch sagen, dass ich kein Chatter bin. Hat der da jetzt einen Schlagring? Muss der nicht bald aussteigen?

18.54 Uhr
Ich dachte die Schulklasse käme aus Völklingen. Gulp. Nein, ich kenne den Typen echt nicht.

18.55 Uhr
Wieso haut der denn jetzt ab? Ich war fast fertig mit dem. Was ist denn… Oh. Fahrkartenkontrolle. JA, ich habe meinen Personalausweis dabei. JA, sie können den Studentenausweis gerne von nahe sich ankucken. NEIN, der ist NICHT laminiert. Argh. Fühle mich wie ein Betrüger.

18.56 Uhr
Frage mich, wieso so ein kleiner Papierfetzen 120€ kostet, und die Zugfahrer immer noch denken, man wäre ein Betrüger. Da läuft irgendwas schief. Hmmm. Wo ist denn mein Zwölfjähriger Freund?

18.57 Uhr
Sehe, wie mein Kamerad längeres, eingehendes Gespräch mit Schaffner führt und wild mit Armen gestikuliert. Was der wohl gemacht hatte…. Höhö. Ich will nur noch nach Hause.

18.58 Uhr
Wieso wird der Zug langsamer?

18.59 Uhr
Wieso hält der Zug an einem unbekannten Ort in der Mitte von Nirgendwo?

19.00 Uhr
Wieso geht plötzlich der Strom aus? Und wieso kann ich nichts mehr sehen? Ich hasse Winter. Sie sind kalt, anstrengend und zu früh dunkel.

19.01 Uhr
Licht geht wieder an. Lokführer entschuldigt die technischen Pannen und verweist auf die verengte Fahrbahn, da ein anderer Zug einen Unfall an einem Bahnübergang hatte. Argh. Ich glaube da oben lacht sich gerade ein mächtiges Wesen weg.

19.03 Uhr
Ein mir gegenüberstehender netter Mann mit italienischem Akzent beginnt einen Monolog über Schallplattenspieler der 80er Jahre. Ich will hier raus. SOFORT. Merke: Es gibt durchaus Wissen, das ich nicht wissen will.

19.05 Uhr
„Nächster Halt: Ensdorf“. Danke. Danke. Es gibt doch noch einen Gott. Und was meinen Kollegen da neben mir angeht. Ich hätte nie gedacht, dass Italodisko so religiös verehrt werden könnte.

19.08 Uhr
Endlich raus. Ich will einfach nur nach Hause. Sooooo… und jetzt noch 2 Stunden ins Internet, einen kurzen Blick aufs Übungsblatt werfen, TV Total kucken und dann schon wieder ins Bett. Und dann fängt morgen wieder alles von vorne an….

24C3 – Teil 2

Tag 2
Kurzzusammenfassung…
Zuerst einmal war am zweiten Tag, nach etwas wenig Schlaf der Weg zum Kongress angesagt, wobei ich gerade merke, dass der StudiVZ-Ausflug erst tags drauf gewesen ist… my bad. Auf dem Kongress selbst gab es einen Vortrag über den legendären Bundestrojaner, denn soviel die CCC-Menschen auch über das kleine Pferdchen rausgefunden haben… desto weniger war jedoch sicher, wie genau das Dingen nun eingesetzt werden könnte. Danach gings mal ab in den Alexa zum Shopping, wie schon beschrieben…

Als ich dann die eingekauften Sachen erst mal wieder daheim losgeworden bin, gings ab mit den folgenden Vorträgen. Eigentlich wollte ich ja um 17:15 nen Vortrag über AES-Attacken anschauen, doch nach knapp 20 min war irgendwie klar… dass der Vortrag irgendwie ausfallen würde. Nun konnte man die Leute doch nich enttäuschen, die dort gesessen haben (u.a. ne versammelte Gruppe von Google-Mitarbeitern), und wollte ein Alternativ-Programm anbieten, dies sah so aus, dass im Raum nebendran gerade der Vortrag Desperate House-Hackers dran war, der mein Alternativ-Plan für den Tag sowieso gewesen wäre. War aber im Endeffekt leicht enttäuscht über den Vortrag. Es ging darüber, wie einfach man das Pfandsystem hacken könnte. Da das Pfandsystem so dermaßen scheiß kompliziert ist, musste das erst mal erklärt werden… was dann schon die Hälfte des Vortrags ausgemacht hatte. Im Endeffekt war man zum Schluss auch nicht schlauer, wie man nun das System hacken könnte, naja… umetikettieren vielleicht, dieses komische Logo mit seiner speziellen Farbe verändern oder überkleben. Höchstens der eine Beitrag, dass in Osteuropa versucht wurde Pfandbetrug mit mehreren 10000 Flaschen zu betreiben… der dann aber auf dem Parkplatz schon geplatzt ist und dort entdeckt wurde…

Nun gut… Das war dann der zweite Vortrag für heute. Direkt im Anschluss und im gleichen Hörsaal war dann gleich das nächste Event… Tracker fahrn… Nun ja… es war ein interessantes Gespräch der Leute, die einen offenen Tracker geschrieben haben und diesen dann auch mal schön ausgereizt haben, dabei mehrfach Netzwerk-Geräte physikalisch zerstört haben und dabei die eine oder andere lustige Konversation mit ISPs geführt haben (ISP: „Ihr habt da ne DDOS-Attacke…“ – „Ne… Ja…. Ne…eigentlich nich“).

Nach einer etwas längeren Pause hab ich mir dann später den Vortrag Crouching Powerpoint, Hidden Trojan angesehen, der über gesteuerte chinesische Attacken ging, die im Verlauf der letzten Monate, Wochen und sogar Tage geführt worden sind. Viel mitbekommen habe ich zwar nicht von dem Vortrag (habe vorhergehenden Text verfasst), aber es ist doch schon beängstigend, wie virtuelle Kriegsführung im 21. Jahrhundert aussehen mag.

Den letzten Vortrag des Abends fand ich dann doch von allen am interessantesten… Es ging über DNA – A 2Bit Programming Language. Nun ja… Prämisse war halt, was kann man in der Zukunft noch alles hacken. Bisher beschränkte sich ja alles nur auf technische Dinge… Aber kommt bald ein neues Feld dazu? Eine biologische Hacker-Szene? Erste Erkenntnisse hat man schon. Die menschliche DNA ist ja seit einigen Jahren bekanntlich entschlüsselt worden. Doch was kann man mit diesen Erkenntnissen alles anfangen? Nun ja, zum Beispiel nachkucken, was sich so alles an unnützem Material in der DNA befindet. Alte mutierte Retro-Viren zum Beispiel, die halt eben an ein paar Stellen mutiert sind, und daher inaktiv wurden. Nun da wir aber viele weitere Exemplare der Spezies Mensch haben, die den gleichen Retro-Virus haben, allerdings an anderen Stellen einen „Bitflip“ haben, kann man mit ein wenig Grips die entsprechenden Fehler wieder beseitigen… Und fertig ist der reaktivierte Killer-Virus aus der Steinzeit. Nett. Auch nett sind die Bakterienkulturen, die so genetisch manipuliert wurden, dass sie in Smiley-Form wachsen, oder die nach Banane riechen, wenn sie inaktiv sind… Die können sogar if-then-else-Bedingungen in den DNA-Code schreiben. Meine Idee wäre es nun, eine kontextsensitive Grammatik zu finden, daran ist allerdings noch nicht gedacht worden… Vielleicht ein interessantes Thema für einen Bioinformatiker…

Und damit geht auch der zweite Tag zu Ende… der erste Tag und die etwas kurze Nacht hatten dann doch ihre Spuren hinterlassen… der dritte Tag sollte dafür ein reiner Großkampftag werden…

24C3 – Oder ein Nichthacker unter Tausenden Hackern…

Berlin…
Tag 1 – 26. 12. 2007
Morgens 04:00
Leise ertönt langsam aus meinem Handy ein Klingelton, der für die einen so klingt wie die Kassierkasse bei Aldi, für die anderen wie ein bestimmter Computer bei Lost, der alle 108 Minuten einen Alarm ertönen lässt. Ich unterdrücke meinen Drang die Zahlen 4 8 15 16 23 42 einzutippen in meinen PC und bewege mich unter die Dusche. Und esse danach ein Marmeladenbrot.

04:45
Abfahrt nach Berlin
oh oh… Magenrumpeln, Abschied von Eltern.

05:15
Ankunft an SB Hbf. Ich treffe überall seltsame Leute… Seltsam junge Leute, die in Regionalbahnen steigen. Aha… Merke… Die Discos sollten früher ihre Toren schließen… oder die Bahn früher anfangen zu fahren. OK, da sind ja auch meine Kollegen. Ab nach Berlin…

05:16
Köpfen von Bier 1… oh mist, ich trinke ja gar keinen Alk… ok, schaun wir halt zu dabei 🙂

05:35
ICE sagt Vamonos gen Salzburg. Schaffner begrüßt Reisende mit einem unerkennbaren Mix aus Pfälzerisch, Schwäbisch und Österreichisch. Erster Höhepunkt des Tages

06:00
Erste Folge numb3rs kucken auf iPod… hach … er rult einfach 🙂

07:09
Ankunft Mannheim – Hetzen von Bahnsteig 5 zu Bahnsteig 3
Was am Vorabend noch als Problem angesehen wurde, war innerhalb von 2 min passe… und die Kälte ist wirklich klirrend…

07:16
Abfahrt Mannheim Richtung Hamburg-Harburg

07:17
Köpfen von Bier 2… siehe oben

07:20
Zweite Folge numb3rs…

07:55
Wieso ist mir schwindelig

07:56
Wieso ist mir so heiß

07:57
Wieso ist mir so schlecht

07:58
Wieso musste mein Magen rebooten und einen Core-Dump auswerfen, bestehend aus einem Marmeladenbrot…

08:05
Oh… Das ist ja schnee da draussen… Die Stimmung hebt sich und der Mageninhalt nicht mehr
9:15
hm… Stillstand… Bauarbeiten

9:25
Durchsage besagt 5 min Verspätung… oh oh….

10:25
Ankunft Hannover… 6 Min später als erwartet… Jetzt aber wieder rüberhetzen von Gleis 7 zu 9.

10:31
Und der nächste Zug… diesmal der letzte ICE für heute… so langsam bekomm ich Hunger… frage mich wie es meinem Marmeladenbrot in Hamburg ergeht.

10:32
Köpfen von Bier 3… siehe oben

11:30
Beginn einer langen Diskussion über Hot-Button-Runden

12:10
Ankunft Berlin Hbf… Lokale Grenzwertbetrachtungen der Gesichtszüge tendieren zum Boden

12:15
Wildes Rumgesuche am Bahnhof… Wo gibt’s was zu essen, wo gibt’s Karten, Fragen über Fragen… Ah da is ja ne Rostwurstbude… oder eher das berlinerische Äquivalent… Mist… keine Schwenker…

12:20
Bestelle eine Riesenbratwurst mit einem Brötchen. Dabei brutale Unterdrückung des natürlichen Zwanges eine Brotwurschd mit halbem Weck zu bestellen.

12:25
Externe Betrachtung von Monstrositäten aus dem Jahre 2006. Ja es ist der Berliner Bahnhof.
Externe Betrachtung von Ölflecken auf meinem Koffer… Verdammte Berliner Bratwurst… wie kann man so was nur in Öl ertränken. Ich sehe von weitem eine überdimensionierte Waschmaschine… ob ich da meinen Koffer reinigen könnte… „Frau Merkel, bitte einmal Kurzwäsche bitte…“

12:35
Erfüllung der Second Main Objective… Finde die Wochenkarte.

12:40
Wie evaluiere ich so ein Ding denn… ah … da ist ja was… klonk…

12:42
Oh und da kommt auch schon der Zug… erm… Tram… erm… wie immer diese Scheißdinger nochmal hier heißen..

12:48
Hmmm… Willkommen am Alexanderplatz… nett… und weiter mit dem nächsten Zug… äähm.. Tram… äh gelbes Zeuch…

12:48:10
Frage mich ob gelbe Farbe durch überdimensioniertes Anpinkeln reingebrannt wurde…

12:55
Nächste Weiterfahrt Richtung Hotel
13:05
Ankunft am Hotel… oh… so schnell… wooooow… Berlin ist tatsächlich cool…

13:10
Einchecken

13:15
Cooles Zimmer… erst mal sporadisches Auspacken der wichtigsten Dinge… Wohin mit den Stromkabeln…

13:45
Entdeckung des ersten offenen WLAN-Netzwerks…

13:50
Und ist relativ schnell im Downstream…

14:00
Entdeckung der Quelle des Netzwerkes… Eine Grundschule… Ich bezweifle, dass die einen normalen Traffic haben über die Weihnachtstage…

15:45
Erste Anzeichen von Müdigkeit…
oh… pennen

16:00
Versuch die Fenstervorhänge zuzuziehen… irgendwie klemmt eine…

17:00
Irgendwie funktioniert das Schlafen nicht so recht…

17:15
Abmarsch Richtung Alexanderplatz zur gemeinen Mampfsuche… oh… Muskelkater…

17:17
Massagen???

17:18
Da liegt ein Klo aufm Flur…

17:45
Feines Restaurant gefunden mit Spezialität auf Kartoffeln aller Art.

18:00
Oh… Kartoffelsuppe als Vorspeise… oh mein gott… da passiert eine Geschmacksorgie in meinem Mund.

18:15
Hauptgericht… Oh… die Orgie wird immer heftiger. Geliefert wurde das ganze auf einer heißen und noch brutzelnden Pfanne… Und die Kartoffelsuppe war schon mächtig…

18:30
Kämpfe mit den Resten des Koteletts und den Bratkartoffeln… Sehe am Nachbarstisch, wo eine gelieferte Pfanne im Umfang her meiner Pfanne überlegen ist… Oh oh…

18:32
Endgültiger Sieg über Hauptspeise…

18:36
Bemerke, dass wir mit unserem ersten Plan erst jetzt in Berlin angekommen wären… Hmmm… Fühle mich weitaus relaxter als erwartet am Vorabend

19:00
Rundlaufen am Alex und wildes rumgeknipse… Sehe von weitem Weihnachtsmarkt, der eher an Emmes erinnert als an sonst was…

19:15
Abmarsch Richtung Kongress… Bemerkung, dass einige Stellen um Fernsehturm freischwebend sind… oha…

19:17
Entdeckung markanter Szenen aus Bourne Supremecy… Ob ich auch gerade vom CIA verfolgt werde ?

19:20
Lauf durch U-Bahnstation am Alex… Frage mich, wieso es noch keine Geruchskamera gibt….

19:30
Ankunft am Kongress… Oh oh… Lange Schlange…

19:31
OMFG… Nur supernerds… und ich….

19:45
Minimaler Fortschritt der Schlange mit 1/Mann pro Minute… Das wird wohl noch etwas länger werden…

19:50
Kollege aus… was weiss ich wo fragt in die Runde, ob wir irgendwelche Stories zu erzählen hätten… Äääh.. ja… nich wirklich…

20:00
OK, Beschluss den Abend etwas alternativ zu verbringen und wieder zum Bahnhof zu fahren…

20:05
Wir nehmen den Sonderzug nach Pankow… oder doch eher die U-Bahn dorthin…

20:07
Spontane Kehrtwende, und ab Richtung Bahnhof Zoo…

20:13
Ankunft an einer besonderen U-Bahn-Station…
Kollege: „Der Bahnhof ist aber dreckig“
Ich: „Das ist kein Dreck, das ist Marmor“

20:20
Der berühmt-berüchtigte Bahnhof Zoo… Sieht ja ganz nett aus… und so hell…

20:21
Abfahrt Richtung Berliner Hauptbahnhof…

20:25
erster Klang einer Mundharmonika…

20:26
Country Roads… WTF….

20:27
West Virginia…

20:35
Hbf… argh endlich…

20:40
Betrachtung der Architektur… Phänomenal…

20:45
Wo ist das nächste Klo…

20:50
Oh… Neben T-Point, Service-Point gibt’s auch nen WC-Point…mit 80ct. Eintritt… OK, probieren wir mal aus…

20:51:10
hmmm… wo bleibt hier die Ganzkörpermassage

20:51:20
hmmm… wo bleibt die erhebende Fahrstuhlmusik

20:52
Fühle mich betrogen wegen der 80ct. Das war mir das Erlebnis nur minimal wert…

21:00
Fotoooooos machen

21:15
Es ist saukalt… und das Bonaqua auch…

21:45
Abmarsch Richtung Congress Part II… Ab in die S-Bahn…

21:50
hmmm… Vergeblicher Versuch eines seltsamen Typen seltsame Magazine auf seltsame Art und Weise an den Mann zu bringen… In der S-Bahn… WTF…

22:00
Und wieder ab durchn Alex…

22:10
Oh cool… die Schlange ist kürzer geworden…

22:25
Und wieder ein Bändchen… nich schooon wieder…

22:35
Einführung in den Genuss des Getränks „Club-Mate“

22:36
ooooaaaaahhhh….
iiiiihhhhhh….
WTF….

22:40
Betreten des unteren Bereichs…
oh… alter Joystick… und LEDs… und Tetris… und Space Invaders… WTF!!!111!!!11!

22:42
Vorstellung der Chilling Area…
ähm…
ok…
man siehts…
und riechts…

22:43
Fühle mich wie bei einer LAN-Party im Keller hier… allerdings ohne Spiele… und mit vielen seltsamen Demo-Programmen aus C64er Zeiten

22:45
Durchwanderung des Congresses… Oh da sitzt ja Wikipedia… Unterdrücke Zwang ein Schild mit „Citation needed“ hochzuhalten…

22:50
Nutzloses Rumgesurfe… ach daher kommt diese mate also… we-te-eff

22:51
Seltsame Geräusche von Vorderer Tribüne… es klackt

23:00
Oh Fuck Netz Down…

23:15
Tipp von Kollegen aus dem Saarland, der leider nicht kommen kann, den WLAN Adapter auf 802.11a runterzuschalten…

23:17
geht…

23:20
Wundere mich wieso diese Koffein-Bombe mich nicht wachhält sondern eher noch mehr ermüdet…

23:30
Oh Fuck… Netz Down… Again… And this time for real

23:50
Beginn des Verfassens dieses nutzlosen Textes…

00:10
hmmm…
Kollege hat erneut Lust auf Kartoffeln, trotz vorherigem Schwächeanfall beim Kampf gegen Bratkartoffeln mit Pilzen. Diesmal in Form von Pommes mit Mayo…

00:41
es piept…oh… DECT-Telefone von vorne

01:04
Fertig… Oh… ich will ins Bett…

01:30
Konspirativer Entschluss, nach Hause zu fahren mit der 2:05er Tram

01:35
Abmarsch aus dem Kongress

01:41
OK… Abmarsch war zu früh… Tram kommt erst in 24 min… Fuck

01:42
Wir marschieren zu Fuß… auf zum Hotel…

01:43
oh oh… erstes Hindernis… Strasse ohne Ampel und vorbeifahrender Polizei… Anmerkung des Kollegen, dass ein anderer Kollege in Aachen löhnen musste…

01:44
Polizei fährt weg… OK, Strasse kann überquert werden. Andererseits wo ist denn hier auch ein Verkehrsüberweg.. ah… oh… da hinten… egal

01:45
Hotelanschrift gesichtet:
Alexanderplatz 5
Alexanderstrasse 7
seltsam

02:00
Ankunft am Hotel. Hah… schneller als die Tram… geht doch 🙂

02:05
bettfertig machen…. oh… endlich schlafen.

02:10
OK, könnte etwas länger dauern

02:30
Nachtruhe…

03:00
kann nich einschlafen

04:00
kann … nicht… einschlafen…

04:10
dimdebelibimdedim… äääh… ok, es hat aufgehört…

04:20
dimdebelibimdedim… hmmmmm….

04:30
dimdebelibimdedim… ich kann so langsam ein Muster erkennen

04:40
dimdebelibimdedim… aaargh

04:50
mach doch das Ding aus

05:00
MACH DAS SCHEIß DING AUS… ah… geht doch 🙂

10:45
hmmm… es is ja schon hell draussen.. oh… argh… zu spät… Die Einleitung haben wir schon mal verpasst…

11:00
schnell geduscht und aufgestanden… ich fühl mich fit… was man von Kollegen nicht sagen kann…

11:20
Frühstück…ah ich hatte ja schon Hunger…

11:40
Packen und Allgemeine Vorbereitungen

11:50
Abmarch zum Kongress… alleine… Die Kollegen schlafen weiter…doch zuerst noch einen Ausflug in … heimische Gefilde…

12:10
Hach… Saarbrücker Straße… mit einem Großen Gebäude… wer da wohl alles ansässig ist… oh… die kennen wir doch…



und die Straße selbst ? Sieht aus wie Saarbrücken… Na klasse…

12:45
Der erste richtige Vortrag…
Der Bundestrojaner…eine unterhaltsame dreiviertel Stunde…

13:40
OK, das war nett… und jetzt der harte Teil… Shopping…

13:45
Ab in den Alexa… das Drama beginnt…ok… Fotografieren verboten… Mist

13:46
Arrrgh es ist zu groß für mich…

13:47
Spontaner Beschluss in heimischere Gefilde zu gehen… Der Media Markt…

13:48
Wegsperren des Marschgepäcks… würde ja nur stören

13:50
oh… coooooool… neues iPod-Futter… könnte nurn bisserl billiger werden… ok, Erdgeschoss sieht ja schon mal nett aus…

13:55
Stockwerk 1: oh… argh… zu viele Flachbildschirme… und dann wird das auch noch gespiegelt von der Decke… aaaargh

13:57
Stockwerk 2: oha… KOCHTÖPFE IM MEDIA MARKT ??? WTF ???.. ah ne… WMF…

13:59
Stockwerk 3: ahaaaa… CDs, DVDs, Computerspiele… na das nenn ich… argh… viel zu viel Auswahl…

14:15
OK, ich hab mir dann doch endlich mal die Daft Punk Live-CD gekauft, die ich schon aus dem iTunes hatte… ja ich weiss ich blase der Musikindustrie Geld hinten rein… Aber es ist soooo geil 🙂

14:20
Und raus… wohin als nächstes… aaah… da… Thalia…

14:22
hmm… alles nich so mein Fall… einen Stockwerk tiefer…

14:22:20
Die haben ein Zwischenstockwerk als Chill-Lounge… WTF….

14:25
Und wieder im Erdgeschoss angekommen…hmm… was wollte ich hier eigentlich… ah… ja… Berliner Stadtpläne…

14:30
Ab an die Kasse…

14:31
„Ihre Ware kostet 25,65€. Sie geben 50€. Sie bekommen 24,35€ zurück. Sind Sie alleine hier, zu zweit, zu dritt….“ „Ääääh.. alleine“ *packt 2 Minipackungen Schokolade ein* „Vielen Dank, Schönen Tag wünsche ich auch“ „Danke“ „Danke“

14:32
Frage mich beim Herausgehen, ob Thalia Androidinnen ausbildet als Verkäuferin… Schöne, neue Welt…

14:33
Sehe einen Bärenladen…
Motto: Wähle Bär aus, kleide ihn mit beliebiger kindischer Kleidung, kaufe ihn und freue sich…
Was für ein Geschäftsmodell…

14:35
Was wollte ich noch… hm.. Handschuhe… oh… ein H&M…

14:37
Wo ist die Männerabteilung… ah da hinten… ganz abgelegen in einem hinteren Kämmerlein…

14:38
Hm… ha gefunden… und nochn paar Heimlatschen… Geht doch

14:40
Merke, dass heute erster „Werktag“ nach Weihnachten ist… deshalb ist das Dingen so voll…

14:50
Gut, ok, endlich bezahlt… und was nun… ah…Zahnputzbecher…