{"id":2070,"date":"2018-06-30T09:38:14","date_gmt":"2018-06-30T07:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dailyarvel.de\/?p=2070"},"modified":"2018-06-30T09:38:14","modified_gmt":"2018-06-30T07:38:14","slug":"die-nerdesthemen-warum-ich-lootboxen-hasse","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dailyarvel.de\/?p=2070","title":{"rendered":"Die Nerdesthemen &#8211; Warum ich Lootboxen hasse!"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Nerdesthemen - Warum ich Lootboxen hasse!\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UUi5y91c1iE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Zusatzserie auf dem Kanal. Diese Serie soll ein Zusatz sein zur Nerdesschau. F\u00fcr diejenigen, die es schon erahnt haben, die Nerdesschau ist quasi mein Versuch eine Art Tagesschau f\u00fcr Nerd-Nachrichten zu machen, mit Nachrichten aus Film, Fernsehen, Videospielen, Technologie und Comics. Meine Pr\u00e4misse bei diesen Videos ist es, dass die Nachrichten vom ganzen Hype getrennt werden und auf die reine Information runtergebrochen werden und hier und da noch ne Zusatzinformation dazu zu geben. Aber ihr habt auch mitbekommen, dass sich einige Themen wie ein roter Faden durchziehen und deshalb wollte ich ein zus\u00e4tzliches Format machen, das meine eigene pers\u00f6nliche Meinung darstellt und das man als Kommentarsektion ansehen kann, wie in einer Zeitung oder bei den Tagesthemen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als erstes Thema hab ich mir etwas sehr aktuelles ausgesucht. Lootboxen.<\/p>\n<p>Was sind eigentlich Lootboxen. Eine offizielle Definition gibt es im Duden noch nicht, aber Wikipedia beschreibt eine Lootbox als eine virtuelle Kiste in Computerspielen, die eine zuf\u00e4llige Sammlung bestimmter Objekte, wie zum Beispiel Waffen und spezielle Gegenst\u00e4nde enth\u00e4lt.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Der Begriff des Loots, bzw. des Pl\u00fcnderns ist so alt wie die Menschheit selbst. Piraten sind bekanntlich in der Geschichte mordend und brandschatzend um die Erde geschippert. Oder Soldaten sind ein anderes Land eingefallen und haben dort die dort vorhandenen Reicht\u00fcmer als Kriegsbeute mitgenommen. Bei Rollenspielen und besonders bei MMORPGs ist dann der Begriff des Lootens auch in der Videospielbranche etabliert worden: Sobald man in einer Gruppe einen Riesen-Endboss erledigt hat, wird der Schatz, den der Boss bewacht hat, in der Gruppe verteilt. Bestes Beispiel hierf\u00fcr ist World of Warcraft, wo man am Ende einer Instanz die Chance hat, epische Gegenst\u00e4nde zu erlangen. Und da man diese Gegenst\u00e4nde nicht automatisch erh\u00e4lt, geht man dann mehrfach hinein. Da das Auktionshaus-System noch nicht vollkommen ausgereift war und es entwickelte sich eine komplette Industrie ausserhalb des Spiels. Die Begriffe Goldfarmer oder China-Farmer sind auch heute noch ein bekannter Begriff. Spieler, die kaum Zeit hatten, sich durch das Spiel zu k\u00e4mpfen um die h\u00f6chste Levelstufe zu erreichen, legten einen neuen Spieler an, \u00fcbergaben Login und Passwort einem schmierigen Internet-Anbieter. Diese hatten dutzende chinesische Sch\u00fcler, Jugendliche und sogar Gef\u00e4ngnisinsassen fast schon wie Sklaven behandelt, die nur eins tun sollten: M\u00f6glichst viel Gold farmen. Ist der Charakter dann bei Level 60 angekommen, wurde der Charakter an den Spieler in Europa oder USA zur\u00fcckgegeben, damit er dann den End-Game-Content erreichen konnte und sich eine Gilde suchen konnte. Man kann durchaus sagen, dass Blizzard in der Anfangszeit durch diese dunklen Angebote des Internets viel Geld verschenkt hat, denn die Tatsache, dass es eine solche Industrie \u00fcberhaupt gegeben hat, spricht B\u00e4nde \u00fcber die W\u00fcnsche einiger Spieler, dass man sich f\u00fcr viel Geld gerne einen Vorteil gegen\u00fcber anderen Spielern erkaufen will. 2009 wurde in China das Gold Farming verboten und aktiv dagegen vorgegangen. Interessanterweise ist auch die Tatsache, dass der Populist Steve Bannon in einer dieser China-Farming-Firmen involviert war und dort auch zum ersten Mal die Macht der kommenden Internet-Generation kennenlernen durfte, bevor er sie mit anderen Projekten in den kommenden 10 Jahren anderweitig nutzen konnte.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit der Einf\u00fchrung des App Stores f\u00fcr Smartphones ab 2008 hat sich die Monetarisierung von Spielen total ver\u00e4ndert. Spiele auf PCs und Konsolen waren zu dem Zeitpunkt sehr fixe Produkte. Updates machten das Spiel stabiler und erlaubten bessere Spielbarkeit und Add-Ons wurden bei beliebten Spielen nach ein paar Monaten nach dem Hauptspiel ver\u00f6ffentlicht. Mit den App Stores und insbesondere In-App Purchases entwickelte sich eine neue Art von Spielen: Free2Play oder Freemium-Spiele. Eines der ersten Mega-Erfolgsspiele war Angry Birds, das zwar komplett spielbar war, aber dem Spieler die M\u00f6glichkeit gab, falls er an einer Stelle h\u00e4ngen sollte, sich einen Helfer zus\u00e4tzlich zu kaufen, um einen sehr schwierigen Level zu \u00fcberspringen. Kein richtiges Pay2Win, sondern eher ein Pay4Help. Aber ein erster Schritt in die falsche Richtung. Parallel zu den ersten Apps aus dem AppStore sind n\u00e4mlich auch die ersten Facebook Spiele gro\u00df geworden, wie zum Beispiel FarmVille, in denen es m\u00f6glich war, direkt mit realem Geld Items zu kaufen. Und nicht nur das, die Spielbarkeit der Spiele wurde nur noch in kurzen Sch\u00fcben erm\u00f6glicht. Das Herstellen eines Gegenstandes mit gesammelten Ressourcen dauert mehrere Stunden, w\u00e4hrend man aber auch den Gegenstand direkt kaufen kann\u2026 mit richtigem Geld. Diese Spielmechanik wurde dann noch kombiniert mit einem weiteren Online-Systen in dem man mit anderen Spielern interagieren konnte. Und wenn man dann gesehen hat, dass der Nachbar bereits 2 Level st\u00e4rker war, dann war man auch st\u00e4rker gewillt, mal kurzfristig ein paar Items direkt zu kaufen anstatt lang zu craften. Die beiden Entwicklerfirmen Rovio und Zynga sind in diesen Jahren zu Multi-Milliarden-Firmen aufgestiegen und dutzende Klone versuchten auf diesen Zug aufzuspringen. Ich pers\u00f6nlich habe da aber immer ein Problem damit, wenn ein Spiel kostenlos verf\u00fcgbar ist im AppStore. Denn wenn ich mir dann den Bereich der In-Game-Purchases sehe, wenn man f\u00fcr 100 Euro eine riesige Stange Geld an Ingame-W\u00e4hrung kaufen kann, dann weiss ich, dass das Spiel nicht f\u00fcr mich gemacht wurde. Ich gebe da lieber vorher 5-10 Euro aus, als dass ich alle 15 Minuten danach gefragt werde, im In-Game-Shop 1000 Einheiten der Ingame-W\u00e4hrung f\u00fcr 2 Euro zu kaufen, nur um weiterspielen zu k\u00f6nnen und man ansonsten 8 Stunden warten m\u00fcsste. Ich hasse das! Freunde von mir sind da ja auf dem Trichter, dass sie da niemals Spiele kaufen, weil es die ja auch kostenlos g\u00e4be. Ich bin da aber eher auf der Seite der Spiele-Entwickler und finde, dass ich denen lieber direkt Geld f\u00fcr das Spiel gebe, als dass ich im sp\u00e4teren Verlauf ein Pack nach dem anderen kaufen m\u00fcsste um voran zu kommen. Als Super Mario Run herausgekommen gab es auch den einen oder anderen, der partout nicht die 10 Euro f\u00fcr das Vollspiel bezahlen wollte. Ich dachte mir da nur\u2026 klar, das Spiel ist vielleicht ein Viertel so gross wie das letzte Super Mario Spiel auf dem 3DS, aber auch nur ein Viertel so teuer\u2026 also irgendwie gleicht sich das aus.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>In der Zwischenzeit sind diese Mechaniken auch immer st\u00e4rker in AAA-Spiele integriert worden. Add-Ons sind mittlerweile zu DLCs geworden, ebenso sind Begriffe wie Day One &#8211; Content, In-Game Purchases, Mikro-Transaktionen oder Season Passes Standard geworden. Neuer Game-Inhalt kann heutzutage auch \u00fcber einfache Spiel-Updates in das Spiel integriert werden, ohne dass man einen DLC kaufen musste. Ein Spiel ist heutzutage kein Spiel mehr, sondern eine Plattform. So kommt es nicht von ungef\u00e4hr, dass Rockstar seit 2012 kein neues Spiel nach GTA V und GTA Online mehr herausgebracht hat, sondern nur noch ein Content-Update nach dem anderen. 2016 kam im Zuge eines Gerichtsprozesses heraus, dass Rockstar zu dem Zeitpunkt bis zu 500 Mio US-$ nur durch Mikro-Transaktionen verdient hatte. Und das Hauptspiel selbst h\u00e4lt sich auch nach 5 Jahren immer noch in den Top-Positionen der Verkaufszahlen, bedingt durch regelm\u00e4ssige Rabattaktionen und zeitlich begrenzten Aktionen im Onlinespiel. Da gibt es nicht nur die Standard-Variante des Spiels, sondern auch noch einen Criminal Enterprise Starter Pack, mit dem man automatisch direkt Geld, Waffen und Start-Immobilien kaufen kann. Man braucht keine China-Farmer mehr. Und kann sofort mit den Leuten mitspielen, die bereits das Spiel seit Jahren spielen. Man muss nur 45 Euro bezahlen\u2026 Zus\u00e4tzlich zu dem Vollpreis des Hauptspiels. Schlimmer wird es, wenn man weitergeht zu EA. Und hier wird es so langsam kritisch f\u00fcr meinen Geschmack. Das Hauptspiel von FIFA 18 gibt es f\u00fcr 70 Euro, f\u00fcr 90 Euro die Ronaldo Edition und f\u00fcr 100 Euro die ICON Edition. Was ist der Unterschied? Man bekommt unterschiedliche viele FIFA Coins, sowie Leihspieler f\u00fcr die Fantasy-Team-Spielvariante Ultimate Team. Dann allerdings gibt es nicht die M\u00f6glichkeit direkt einen Spieler f\u00fcr dieses Geld zu kaufen, sondern man kauft sich Packs. Die USK vergleicht diese Mechanik mit dem Kaufen und Tauschen von Sammelkarten. Das fatale an diesem Vergleich liegt an der darunterliegenden Wahrscheinlichkeit. Man bekommt beim Kauf gesagt, dass man die Chance h\u00e4tte einen hochkar\u00e4tigen Spieler zu ziehen\u2026 meist zieht man dann aber doch nur einen Spieler, der in einer B-Mannschaft eines Premier League Vereins spielt. Es gibt unz\u00e4hlige YouTube-Kan\u00e4le, wo die Streamer vor einem Stream stellenweise dreistellige Summen vorab in FIFA Punkte investieren um dann in den Streams diese Packs zu \u00f6ffnen und mit der Spannung des \u00d6ffnens einen Hype zu generieren, der dann leider doch nicht erf\u00fcllt wird. Ich hab nix gegen diese Streamer, ganz und gar nicht. Aber f\u00fcr mich erinnern manche dieser Streams an Zeiten als es noch 9Live gegeben hat. Stundenlanges Angehype und man wird doch immer nur entt\u00e4uscht und verarscht. Eine weitere Eskalationsstufe gab es bei der Ver\u00f6ffentlichung von Counter-Strike: Global Offensive, die Dropboxen in das klassische Spielsystem integrierte. Diese Dropboxen enthielten auch zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Gegenst\u00e4nde und Waffenskins. Allerdings war es auch m\u00f6glich die einzelnen Gegenst\u00e4nde in einem Shop zu verkaufen, also wusste man zu jedem gefundenen Item auch den jeweiligen derzeitigen Marktwert. In diesem Umfeld sind dann richtige Wettb\u00fcros entstanden, in denen man auf den Drop wetten konnte (indem man als Wetteinsatz einen selbst gefundenen Skin verwendete). Eine Entwicklung, die von einigen Beh\u00f6rden nicht gerne gesehen wurde. Es gab sogar einige Streamer, die an solchen Wettb\u00fcros beteiligt waren, ohne dass sie diese Information an ihre Streaming-Zuschauer gesagt hatten und sie damit betrogen und get\u00e4uscht haben.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Und hier kommen wir zu dem Punkt, wo wir alle Str\u00e4nge dieses Videos zusammenziehen. Star Wars Battlefront II. FIFA, Madden und Co. mit ihren Ultimate Team Varianten sind f\u00fcr EA Zusatzfeatures in ihren j\u00e4hrlich erscheinenden Spielen, die zus\u00e4tzlich zu dem Vollpreis nochmal bis zu 800 Mio US-$ an Mikro-Transaktionen in die Kassen sp\u00fclen. Bei einem Vollpreis von 70 Euro f\u00fcr das Hauptspiel ist das ein Wert von mehr als 11 Mio. verkauften Einheiten. FIFA 16 wurde vergleichsweise bis zum Start des n\u00e4chsten Spiels FIFA 17 mehr als 16 Mio mal verkauft. Nur mal so als Relationswert. Ihr ver\u00f6ffentlicht also ein Spiel nicht nur einmal, sondern verdient an einer bereits verkauften Einheit immer noch weiter. Das freut nat\u00fcrlich Investoren und die wollen nat\u00fcrlich noch mehr Geld sehen. Also versucht man dieses Erfolgsmodell in andere Spiele zu integrieren, insbesondere die besonders hochkar\u00e4tigen Prestige-Spiele, zu denen auch die Battlefield-Spiele von DICE geh\u00f6ren. In denen ist es bereits seit Jahren schon m\u00f6glich f\u00fcr Geldbetr\u00e4ge einen Upgrade-DLC zu kaufen, um schnell auf Maximalstufe hochzuleveln. Der sogenannte Shortcut f\u00fcr alle Items und Klassen bei Battlefield 4 kostet zum Beispiel knapp 50 Euro im PSN. Zus\u00e4tzlich zu den Lootboxen, die man nach jeder gewonnenen Mission erhalten hat, und die man stellenweise auch nachkaufen kann. Bei Battlefield 1 gab es dann zus\u00e4tzlich auch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr 2 Euro eine Dropbox nachzukaufen. Bei Battlefront 2 sollte dann auch diese Mechanik anfangs verf\u00fcgbar sein. Allerdings ist die Online-Diskussion bei diesem Spiel endg\u00fcltig eskaliert. Meines Erachtens vielleicht zu stark, denn das Leveling-System bei Battlefront 2 ist zu dem Leveling-System von Battlefield 1 fast identisch und bei dem Spiel gab es kaum Aufschrei, wie es auch keinen Aufschrei der Spieler bei FIFA gegeben hat und da gibt es das auch schon seit FIFA 13. Vielleicht liegt der Grund darin, dass die Star Wars Lizenz mehr Leute aufgescheucht hat, als bei vergleichsweise \u00e4hnlichen Spielen OHNE die Star Wars Lizenz. Selbst bei Eve: Valkyrie, einem VR-Weltraumshooter gibt es Lootboxen\u2026 was mich auch ein wenig davon abgehalten hat, das Spiel urspr\u00fcnglich zu kaufen. Ich habe keine Lust, dass ich ein Spiel spiele, wo ich bei einem Online-PVP-System Null Chance habe zu \u00fcberleben gegen\u00fcber Spieler, die das Spiel regelm\u00e4ssiger spielen als ich. Klar, ich arbeite Vollzeit und habe da keine Zeit meinen Charakter, mein Fahrzeug oder sonstwas hochzuleveln, aber ich will trotzdem das Spiel ohne grossartigen Frust durchspielen. Bestes Beispiel hierf\u00fcr ist The Division. Ein gro\u00dfartiges Spiel von Ubisoft, ohne Frage, kommt auch super ohne viel Mikro-Transaktionen auskommt. Aber sobald ich in die Dark Zone reingehe, verlier ich mein Vertrauen in die Menschheit. Man hat als normaler Spieler ohne Spielergruppe kaum eine Chance auch nur eine Minute zu \u00fcberleben, ohne dass ein \u201eRogue Agent\u201c einen \u00fcber den Haufen schiesst, w\u00e4hrend man sich gegen die NPCs verteidigt. The Division hat zwar auch Mikro-Transaktionen, aber die sind nur kosmetischer Natur. Und das ist heutzutage auch die grosse Frage bei Lootbox-Systemen und Mikro-Transaktionen. Sind die Sachen, die man findet, rein kosmetischer Natur, also Skins zum Personalisieren des Charakters oder sind sie eine verkappte Pay2Win Mechanik? Wie sind die Wahrscheinlichkeiten verteilt? Wieviel kosten Lootboxen, wenn man sie einzeln kaufen will? Sind solche Lootboxen nichts anderes als Gewinnspiele oder doch nur Sammelkarten? Das sind alles Fragen, die in Zukunft gestellt werden d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Die USK hat zwar die Lootsysteme nicht ganz als Gl\u00fccksspiel im klassischen Sinne anerkannt, sieht die Mechanik aber trotzdem kritisch und gibt Eltern den Hinweis, dass sie aufpassen sollten, wenn ihre Kinder Spiele mit Lootboxen spielen sollten. Die USK ist aber eine privatrechtliche Unternehmung mit st\u00e4ndiger Zusammenarbeit mit den Beh\u00f6rden. Die richtige Definition muss aber vom Gesetzgeber kommen, und die m\u00fcssen den Begriff des Gl\u00fccksspiels im Gesetz weiter definieren. Erst dann kann die USK aktiv werden.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Was dann passieren k\u00f6nnte? Nun, man kann sich mal umschauen in der Welt, denn es gibt bereits einige L\u00e4nder, die da schon ein wenig weiter sind. China zum Beispiel verlangt von den Herstellern von Spielen mit Lootboxen eine klare Auflistung dar\u00fcber mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Objekt gezogen werden k\u00f6nnte, so wie das League of Legends in den letzten Tagen gemacht hat oder Overwatch im letzten Sommer in China. In diese Richtung zielt auch ein Gesetzesentwurf, der letzte Woche im US-Bundesstaat Hawaii vorgestellt wurde. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re die Einf\u00fchrung einer neuen Etikettierung, aber da muss auch hier erst einmal der Gesetzgeber vorlegen und den Artikel 14 des Jugendschutzgesetzes ab\u00e4ndern. Die Kommission f\u00fcr Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten ist derzeit dabei diese Situation zu \u00fcberpr\u00fcfen. Belgien und Frankreich sind da auch im Moment in der Pr\u00fcfphase, in den USA beginnen auch die ersten Politiker auf Landesebene die Diskussion um Lootboxen anzustossen.<\/p>\n<p>Und es sieht auch nicht sonderlich gut f\u00fcr die Hersteller aus, denn erste wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass man bei Lootboxen \u00e4hnliche Verhaltensweisen wie bei Spiels\u00fcchtigen hat: Viele geben gar nix aus, aber es gibt viele Power-User, die Unmengen an Geld hineinstecken. Was f\u00fcr ein Verbot oder mindestens Bu\u00dfgelder sprechen k\u00f6nnte, die die Hersteller im schlimmsten Fall betreffen w\u00fcrde und einen Umsatzeinbu\u00df in Milliardenh\u00f6he bedeuten w\u00fcrde. Dies k\u00f6nnte durchaus zu weiteren Schliessungen von Entwicklerbeh\u00f6rden f\u00fchren, wie zum Beispiel bei EA Visceral im vergangenen Jahr, das ein deutliches Zeichen war f\u00fcr die Bedeutung von Lootboxen. So zitieren ehemalige Visceral Mitarbeiter, dass EA Manager offen die Frage gestellt haben sollen, wo es denn bei einem Single-Player Spiel ein \u00e4hnliches Pendant zu FIFA Ultimate Team geben sollte, das auch Milliarden Dollar im Jahr einspielen. Einige Zeit sp\u00e4ter wurde das Studio dann geschlossen inmitten der Entwicklung zu einem Star Wars Spiel. Parallel dazu entwickelte DICE Battlefront und Battlefront II. Die Lootbox-Mechanik hielt aber nur f\u00fcr kurze Zeit. So lange bis Lizenzgeber Disney eingreifen musste und sogar Disney-Boss Bob Iger pers\u00f6nlich bei EA vorstellig werden musste, bis dann das Lootbox-System von heute auf morgen deaktiviert wurde. Und wenn die geldgeile Maus schon eingreifen muss, dann mag das was heissen.<\/p>\n<p>Kurz und knapp: Find ich Lootboxen toll? Nein. Ganz und gar nicht. Zugegeben, ich hab bei einigen iOS Spielen durchaus mal In-Game-Purchases gemacht, sei es bei einem Fussball-Manager, bei einer Wirtschaftssimulation oder bei einem Star Trek Spiel. Letztendlich ist es aber immer die gleiche Leier, Spiele mit Pay2Win oder Pay2Play-Funktion haben ohne diese Funktionalit\u00e4t kaum eine Wiederspiel-Motivation. Klar, als Spieler, der kaum mehr Zeit hat, mehrere Stunden am St\u00fcck in ein Spiel zu investieren, (da ich halt noch ein Leben hab!), ist so ein Shortcut zwar verlockend\u2026 aber auch wieder befremdlich, weil ich doch lieber den Single-Player-Content spielen m\u00f6chte und nicht den Multiplayer-Part. Und wenn ich mich in einem Spiel wie Destiny per Kauf sofort auf die Maximal-Stufe hochlevele, dann laufe in die Instanzen der Single-Player-Kampagne wie ein halber Gott hinein. Daf\u00fcr habe ich das Spiel mir dann auch nicht gekauft, um es zu einfach zu machen. Und extra 10 Euro daf\u00fcr auszugeben, nur damit ich mit einem komplett in Rot gekleideten Charakter herumlaufen kann, ist auch nicht das was ich will. Was ich will, ist Spass haben und eine gute Motivation haben ein Spiel weiter zu spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Zusatzserie auf dem Kanal. Diese Serie soll ein Zusatz sein zur Nerdesschau. F\u00fcr diejenigen, die es schon erahnt haben, die Nerdesschau ist quasi mein Versuch eine Art Tagesschau f\u00fcr Nerd-Nachrichten zu machen, mit Nachrichten aus Film, Fernsehen, Videospielen, Technologie und Comics. 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